Personal Flow

Jeder hat so seine Leidenschaft. Ein oder mehrere Dinge, konkret Tätigkeiten, bei denen einem wohl ist, wo man in den persönlichen Flow gerät. Bei mir ist das die Arbeit mit Papier. Unter anderem. Es muss gar nichts besonderes sein, nicht akurat, nicht kompliziert – es muss nur schönes Papier sein, optisch und haptisch. Das Gefühl des Faltens, das Rascheln, die kleinen Geräusche, die Formen und Freiräume, die sich ergeben, all das liebe ich. Was ist dein Flow-Moment?

Geburtstagsdekoration * chinesische Laternen :)

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Langsam machen. Extra langsam. Noch langsamer. Völlig konträr zu unserem zeitgeist. Wo doch sovieles gleichzeitg möglich sein muss. Aber wo bleibt dann die Zeit für Details? Für Anmut, Grazie, Contenance?

Ich weiß, das sind ganz unterschiedliche Aspekte der Langsamkeit – und es gäbe noch soviele erwähnenswerte mehr. Doch in dieser Yogastunde ging es um langsame Bewegungen, Zeit für Ausrichtung, Anmut und Grazie im Flow – und auch um Contenance, wenn man bei einer langsam ausgeführten Haltung eher mal das Gleichgewicht verliert.

Langsam heißt nicht einfacher. Langsam heißt auch nicht automatisch entspannt. Doch ich hoffe, da sind alle am Ende angekommen. In der Entspannung. Im Fluss mit dem eigenen Atem, mit meinem Rhythmus.

>> mixtape 1.17

Meine favorite 11 im Januar – wie eigentlich immer am Anfang des Jahres ist mir nach Frische und Klarheit, Ruhe, Natur, back to the roots, sowas in der Art. Dabei war eine Neu/Wiederentdeckung: Ben Howard. Ich hatte das Album (Every Kingdom) schon seit einiger Zeit, irgendwann gehört, nicht so richtig reingefunden, nochmal aufgelegt und nun bekomme ich es nicht mehr aus dem Kopf. Manche Songs brauchen ihre Zeit und den richtigen Moment, dafür bleiben sie dann oft für länger ... Das neuere Album (Where We Were) ist noch nicht im Herzen angekommen, aber ich gebe ihm nun auch noch eine zweite Chance. In jedem Fall darf Ben zweimal in die Playlist :) Was sonst noch dabei war:

1. Bottle Up and Explode! . Elliott Smith
2. Young as the Morning Old as the Sea . Passenger
3. Graveyard . Feist
4. Books from Boxes . Maximo Park
5. Seasons . Neil Halstead
6. Breathe . Alexi Murdoch
7. Smaland . Giant Rooks
8. Black Flies . Ben Howard
9. First Day Of My Life . Bright Eyes
10. Slow Moves . José González
11. Gracious . Ben Howard

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Einklang. Ein Klang. Im Einklang leben. Sein.

Mit der Natur, ja, back to natur, wie im Film "Into the wild", den ich kürzlich endlich mal gesehen habe (guter Film UND gute Musik) ... vielleicht ist das bei vielen so ein Urwunsch, das Leben, welches wir mal hatten, welches unser ureigenstes ist, welches immer noch in uns drin steckt ... ein Teil von uns sehnt sich bestimmt nach diesem Einklang, mehr oder weniger bewusst. Manche schaffen das, zumindest in den Ferien, andere bleiben bei dem, was diese Natur inzwischen so komfortabel überlagert und gehen lieber ins All-inclusive-Hotel :)

Mag nicht jedermans Wunsch sein, vielleicht haben wir uns zum Teil auch tatsächlich schon weit entfernt und Zivilisation, Kultur, Kunst, ... sind ja alles auch schöne Errungenschaften, muss man nicht nur negativ sehen. Aber Einklang mit unserem Leben, unserem Sein, wie sich das auch immer gestaltet und wo es auch stattfindet, das denke ich schon, ist ein Ziel eines jeden Menschen. Sicher, auch da beschäftigen sich manche mehr damit, andere weniger, die Möglichkeiten der Ablenkung sind ja auch ziemlich groß.

Aber spürst du es nicht manchmal auch, diesen Moment, wo alles so ein wenig zusammenbricht, wo du aus dem Rhythmus kommst und merkst, du bist nicht mehr im Einklang, du hetzt, du stehst, du kommst nicht mehr mit. Ich fühle das zwischendurch und versuche dann, kurz innezuhalten, tief durchzuatmen, langsam zu machen. Meistens passiert es, wenn ich zuviel auf einmal schaffen will. Dann fällt mir irgendwas hin, zerbricht oder verteilt sich auf dem Boden, so dass ich gezwungen bin, erstmal aufzuräumen – und wenn ich dann nicht zur Ruhe zurückfinde, wird es richtig schlimm.

Einklang ... unser Mantra diese Woche, unser Flow ...

all we are saying ...

Ein kurzes Gespräch auf der Arbeit heute. Auslöser meine Postkarte – Peace please. Die Meinung dazu: Frieden wäre nicht möglich, oder eher, nicht erstrebenswert. Es wäre doch eine Gleichheit von Meinung, weichgespült und utopisch, stattdessen bräuchte es ab und zu ausgefahrene Ellbogen, um manchen Leuten den Weg zu weisen, anders würden die das nicht verstehen. Das hieße nicht Krieg, nein, das nicht. Aber was dann?

Ich kann das nicht so sehen. Frieden ist das Ziel. Frieden ist der Weg. Gewalt wird nur neue Gewalt produzieren. Krieg nur Hass, Kummer und Angst. Frieden bedeutet nicht Uniformität, sondern Toleranz und Akzeptanz. Rücksichtnahme und dennoch Selbstbewusstsein. Sich nicht klein machen – und andere auch nicht. Freiheit. Angstfreiheit.

Dazu ein Zitat aus einer Zeitschrift:

Mit jedem freundlichen Wort, jedem Lächeln, jedem Lob, jedem Vertrauensbeweis kann ich meine Welt ein wenig verbessern, in dem ich sie schöner und liebenswerter für die Menschen gestalte, die mit mir darin leben.

Give Peace a Chance!

Love Franziska

Ein Tipp meiner Soulsister, ein Blick ins VideoKontrolle vs Vertrauen.

Ich hatte Franziska schon mal "gesehen", wie das im Internet so ist, man surft auf einigen Yogaseiten, trifft immer wieder auf die gleichen, lernt die Menschen, die diese Seiten erschaffen, so ein wenig kennen – meint man zumindest. Persönlich habe ich Franziska noch nie getroffen oder gesprochen.

Ein Bild ist entstanden, nett, Ok, aber nicht direkt auf einer Wellenlänge. Auch die Begeisterung meiner Freundin und ihre positive Beurteilung haben mich nicht wirklich mitgezogen, vielleicht war es der Titel dieses Videos, der mich dann noch auf die Seite gebracht hat, ihre eigene Seite, franziska.love.

Und dann kam die Stimme dazu. Es ist erstaunlich, es waren nicht die Worte, sondern eher die Stimme, die eine positive Stimmung in mir geweckt hat, die mehr in mir angesprochen hat, als alle Worte und Themen vorher.

Was man letztendlich aus dem Video mitnimmt, wie offen man für was ist und wo man selbst überhaupt gerade stehen mag – da muss jeder in sich selbst schauen. Interessant fand ich es in jedem Fall, vielleicht brauchst du diese Gedanken zu einem anderen Zeitpunkt – wenn du magst, schau mal rein.

Irgendwie fügt sich ja immer was zusammen – meine Gedanken zu unseren Lebensaufgaben, Schicksal und Freiheit – die sich auch in Kontrolle und Vertrauen widerspiegeln. Stay optimistic – and smile :)

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Manchmal grübelt man, manchmal muss man einfach feiern. Gerade wenn es draußen trübe ausschaut – und innen drin vielleicht auch. Das Leben ist zu kurz, wer weiß es nicht, also lasst Konfetti regnen und Glitzersterne sprühen:

Ach ja, Kerzen auspusten und Wünsche in die Welt schicken, nicht vergessen. Eigentlich ein Mantra für jeden Tag, nicht nur für diese Woche ...

Nachschlag Nudelsuppe

Wenig Zeit und dennoch Lust auf Nudelsuppe gehabt, keine Sojasauce im Haus, also einfach mit dem Vorhandenen drauflosgekocht – und trotzdem schmeckte es nach fernen Landen :) Nicht zuletzt die neulich im japanischen Fachgeschäft gekauften Nudeln machten Punkte (keine Ahnung, welche Sorte, ich fand einfach die Packung so schön ... :)

Darum hier die Zutatenliste, für alle Freunden des schnellen Genusses:

– 1 Glas Gemüsefond (guten! ohne Geschmacksverstärker! möglichst immer im Haus ...)
– Zitronengras (ich hatte noch zwei Stangen vom letzten Mal)
– ein großes Stück Ingwer (seeehr entscheidend für den Geschmack!!!)
– Salz, Chiliflocken (nach Belieben)
– ein paar Möhren, ein halber Blumenkohl, eine gelbe Paprika

* alles in den Topf, mit Wasser auffüllen, so eine gute Viertelstunde köcheln (bis das Gemüse bissfest weich ist)
* Zitronengras und Ingwer rausfischen

– ein paar Frühlingszwiebeln, Koriander
– ein kleine Menge Nudeln (wie man so Hunger hat, etwas quillen die noch auf)

* dazugeben, nochmal so fünf Minuten köcheln (Nudeln probieren, ich kann die Packungsanweisung ja leider nicht lesen, aber ich glaube, soviel kann man da nicht falsch machen, die waren jedenfalls perfekt, flutschig weich und nicht matschig)
Fertig! Keine halbe Stunde, Essen auf dem Tisch, Wärme für die Seele inbegriffen :)

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Warum ich?

Manche Dinge verdienen diese Frage sicher, schwere Schicksalsschläge, die sich nicht so einfach hinnehmen lassen. Aber wie oft sind es schon Kleinigkeiten, die Unfrieden in uns stiften – warum muss ich immer aufräumen, wieso streiten sich die Kinder schon wieder, hat der Chef immer nur mich auf dem Kieker, ... Wir fühlen uns im Nachteil, wünschen ein perfektes Leben, alles reibungslos und ansonsten sind wir verständnislos ...

Ich mag die Vorstellung, die ich hier sicher hier schon mal beschrieben habe (aber ich muss sie mir selbst immer wieder vor Augen führen :), dass wir mit einem Paket an Aufgaben auf die Welt kommen. Diese Aufgaben sind da, manche einfach, kaum wahrgenommen, andere so schwer, dass sie nicht zu bewältigen scheinen – das ist vielleicht das, was manche als Schicksal betiteln würden. Doch wie wir mit diesen Aufgaben umgehen, welchen Weg wir letztendlich wählen, mit welchen Gefühlen wir reagieren – das ist unsere Freiheit.

Akzeptanz ist schon mal ein Schritt. Aktzeptieren, dass es einfach unsere Aufgabe ist, das, was das scheinbar als Berg vor mir liegt. Meine Aufgabe – und nicht die eines anderen, dh nur ich kann diese Aufgabe lösen! Aktzeptieren, dass es mir freisteht, wie ich damit umgehe. Und vielleicht schließlich erkennen, dass es an mir ist, das Beste daraus zu machen, positiv ans Werk zu gehen, mit Selbstvertrauen in die eigene Kraft und Fähigkeit. Das wäre doch wirklich schon mal ein riesiger Schritt ...

Ach ja, Akzeptanz heißt für mich nicht Resignation und Handlungsunfähigkeit! Aber ich denke, das ist durchgekommen :)

– weiter!

Vor fast genau einem Jahr habe ich übers Laufen geschrieben – und heute musste ich wieder daran denken ... es ist durchaus ein Fortschritt da! Ich lauf zwar immer noch wie eine Schnecke, aber dafür längere Strecken, 5, 6, 7 Kilometer, einmal sogar 10, mein Gipfel bisher. Mehr muss es nicht werden, 5 reichen mir auch. Nur schneller könnte es noch werden, ein wenig. Auch auch da ist schon eine Verbesserung spürbar, aber ich müsste wahrscheinlich mehr Sprints dazwischen schieben, um deutlich schneller zu werden. So aber trabe ich weiter in meinem ureigenen Rhythmus, vorgegeben durch meine Atmung, ganz automatisch ...

Was ich aber eigentlich heute schreiben wollte, ist wie schön die Welt dabei aussieht! Ich weiß, dass viele Joggen langweilig finden – ich so gar nicht. Es gibt soviel zu sehen! Natürlich regnet es auch mal (gut, durch Niesel lauf ich, durch strömenden Regen muss nicht sein). Oder ist grau und bewölkt. Aber meistens habe ich Glück, egal ob am späten Nachmittag, in der Winterabendsonne, wenn ich noch eine kleine Runde drehe, um die Zeit bis zum Kind abholen sinnvoll zu verbringen – oder noch viel mehr am Sonntag Morgen, wenn die Welt so klar und frisch und neu ist!

Ich weiß, es sieht auf den Fotos ein wenig kitschig aus, aber es ist tatsächlich so – ohne Filter und Spielerei, einfach Morgensonne an einem sehr kalten Tag am See ...

... und heute mit diesem Soundtrack im Ohr ... da musste ich aufpassen, nicht hier und da einen kleinen Tanzschritt einzulegen ;)

La La Land

Ich bin nicht wirklich ein Musicalfan. Ich mag zwar "Hair" und "Jesus Christ Superstar", die alten Sachen halt, aber das war es dann auch schon fast. Mir kommt es auch so vor, als wenn es sich immer und immer wiederholt, die lachenden Gesichter, die gleichen Tanzschritte, die aufputschende Musik, in einem Höhepunkt gipfelnd ... genauso fängt eigentlich La La Land an. Stau in Los Angeles, plötzlich steigen die Menschen aus ihren Autos, fangen an zu singen, zu tanzen, natürlich auch auf den Autodächern, alle sind total gut drauf, ... und ich fand es wunderbar. Der Regisseur, Damien Chazelle, auf dessen Konto schon der großartige Film Whiplash geht, beschreibt sein neustes Werk als ein Treffen zwischen Gene Kelly und Thelonious Monk – das trifft es ziemlich gut.

Es ist ein wenig Magie, Sternefunkeln, Leichtigkeit und auch Traurigkeit in diesem Film. Man fühlt sich inspiriert, auch wenn man nicht spontan Jazzpianist oder Schauspieler werden will. Und doch lässt der Film den Glauben an die Kreativität, an die Liebe, auch wenn sie vielleicht kein Happy End haben mag, an die eigenen Stärken und Träume, egal, ob die Welt sie mitfeiert, und ein Lächeln am Ende.

Man möchte den Kinosaal mit einem leichten Tanzschritt verlassen, kann sich einfach nicht aufregen, über trödelnde Menschen in der Schlange, und würde sich nicht wundern, wenn alle singend nach Hause gingen.

Der Soundtrack läuft bereits in meinem Auto und da kann ich laut mitsingen. Hört ja keiner :)

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Sometimes it's ok if the only thing you did today was breathe.

Diese Zitat von Milan Kundera habe ich schon einige Male gelesen, gerne auf Yogablogs — es passt auch wirklich gut zum Fokus "Atmen". Machen wir ja auch viel zu selten. Also atmen schon, klar. Aber bewusst? Tief? Ganz und gar? Nur aufs Atmen konzentriert? Hm ... eher nicht. Oft haben wir tausend Dinge gemacht, den ganzen Tag lang, aber nicht einmal wirklich geatmet.

Insofern ist der Satz schon fast ein wenig untertrieben. Es ist nicht "ok", wenn du "nur" geatmet hast. Es ist tausend Mal mehr als ok. Es ist wichtig, unendlich wichtig, eigentlich großartig, wenn du mal einen Tag richtig geatmet hast ...

Ich nehme es mir mal vor, für diese Woche ist es mein Mantra ... und vielleicht auch deins.

Zuckerstaub

Heute war die Welt überzogen von Zuckerstaub. Man kann es nicht wirklich Schnee nennen, dafür war es zu wenig und zu schnell wieder verschwunden, aber heute morgen, war alles weiß. Beim Laufen knirschte es, die Pfützen krachten und die Luft war so frisch und klar. So mag ich Winter.

feeling home

Manche Menschen fühlen sich überall zuhause. Andere kommen nicht über den Gartenzaun hinaus. Ich denke, ich bin irgendwo dazwischen. Früher hätte ich mich als sehr verwurzelt bezeichnet, inzwischen habe ich gelernt, dass Wurzeln nicht bedeuten, aneinem Ort, bestimmten Menschen oder Traditionen festzuhängen. Wurzeln haben etwas mit Erdung zu tun - und dieses Gefühl kann man tief im Herzen mit sich herumtragen, auch wenn es rundherum stürmt und schneit.

Dennoch ist es schön, ein Heim zu haben, einen Ort, wo man gerne ist, wo man lächelt, wenn man die Tür öffnet, wo alles so ist, wie man es mag.

Wenn wir in einem Ferienhaus sind, brauche ich immer so zwei, drei Tage, bis diese mein Zuhause für den Moment wird. Ich muss erst ein wenig räumen, vielleicht auch was putzen, im Bett geschlafen, vom Teller gegessen, ... kurz: ein wenig dort gelebt haben. Die Atmosphäre füllt sich mit unseren Schwingungen, unserem Geruch, unserem Leben.

Zuhause sammeln sich die Dinge, die wir so im Laufe der Zeit bekommen, gekauft, gefunden haben - im besten Fall, also wenn wir keinen unpersönlich durchgestylten oder stereotyp eingerichteten Räume bewohnen. Kleinigkeiten, die Geschichten erzählen, von gemeinsamen Erlebnissen, Stöbern in kleinen Läden, Ferien am Meer, all den vielen kleinen Begebenheiten, die langsam unsere Persönlichkeit gebildet haben (und es weiter tun), die sich widerspiegelt in unserem Heim.

Ich mag unseren Tisch. Je nach Jahereszeit stehen andere Blumen dort, zur Zeit noch die Barbara-Kirschzweige von unserem kleinen Baum im Garten, der bald wieder wunderbar blühen wird, die Teestasse / Zuckerdose mit dem schönen Holzdeckel und dem blauen Löffel, die auf den Namen Chai hört, Geschenk einer lieben Freundin, kleine Sojasoßenschälchen von meinem japanischen Lieblingsgeschirr Sendan Tokusa, zu denen sich seit Samstag noch zwei Suppenschalen gesellen, der große Teller mit dem Goldrand aus einem Trödelfundus, die kleine weiße Porzellantasse vom Fräulein, Kerzen, Papierlampions, ...

Yep. I'm feeling home :) 

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Auch im neuen Jahr soll es weitergehen, mit den kleinen Aufgaben, Ideen, Worten für die Woche, meine Kurse, mich, euch ... Ein Klang, der mich bewegt, etwas, das in diesem Moment an mir rührt, mich erwischt hat. Was ich brauche, was mich froh macht, mein Anker, mein Papierflieger, für jeden in seinem Augenblick sicher etwas anderes. Heute (passend gefunden, im, nein, am Tee):

Ist nicht immer so einfach. Etwas auf sich zukommen zu lassen. Nicht einzugreifen, vorzugreifen. Keine Angst davor zu haben. Gelassen zu bleiben. Nicht in Freude vorzurennen und dann den eigentlich Moment zu verpassen. Je nachdem, was kommt. Es kommt zu dir. Einfach so, ob du willst oder nicht. Also lass es doch ... vorbeiziehen oder mit Freuden empfangen. So oder so, mit einem Lächeln wäre gut.

Fernwärme

Es ist kalt. Ich mag die Kälte - wenn ich um den See jogge, wenn die Bäume zuckerweiß sind, wenn ich gemütlich am Feuer sitze ... Aber wenn ich viel am Rechner arbeite, dann friere ich, trotz Heizung, dicken Socken und selbstgestrickten Pulswärmern. Mir ist nach Suppe, aber nicht nach Fleisch, und Gemüsebrühe pur zu langweilig, also habe ich mich an einer asiatisch gewürzten Nudelsuppe versucht.

Gar nicht so einfach, ein Rezept zu finden, das nicht zu kompliziert ist, aber ohne fertiges Zeug auskommt (ich war doch erstaunt, dass auf einer Seite ein Brühwürfel als DIE authentische Geheimzutat angepriesen wurde ...). Ich habe mir schließlich aus ein paar Rezepten was zusammengesucht und statt des fertigen 5-Gewürze-Klassikers diese Mischung selbst zusammengestellt ... nur auf Sojasoße und Misopaste hab ich nicht verzichtet.

Ich bin von der Brühe sehr begeistert! Sicher kann man auf der Basis gut variieren, ein wenig Chili dazu, anderes Gemüse, Zucchini, Pak Choi, ... oder auch nur auf Wasserbasis arbeiten und auf ein Glas (guten!) Gemüsefond verzichten.

Das fein geschnittene Gemüse zum Schluß ist super - frisch und knackig! Einzig die Nudeln fand ich nicht so optimal. Ich habe Bio-Mie-Nudeln gewählt, die laut Packung nur vier Minuten ziehen sollten, dafür aber doch recht fest und wenig geschmackvoll waren ... nächstes Mal versuche ich mich vielleicht auch da an eigenen :)

>> sounds like christmas

... und noch ein Nachtrag – oder Vortrag für diese Weihnachten, wie man es sehen will – meine favorite playlist für kalte Wintertage und etwas andere Weihnachtslieder (OK, eins von Michael Bublé ist auch dabei ... eins!). Die gesamte Liste für Heiligabend war vier Stunden lang, lief im Zufallsmodus zu Kaffee, Bescherung, Abendessen, Gemütlichkeit und hat das ganze wirklich wunderbar begleitet. Hier nun 11 (es bleibt meine Lieblingszahl) ausgewählte:

1. As The Snowflakes Fall . Smith & Burrows
2. Jenseits der Stille . Niki Reiser
3. Coventry Carol . Sufjan Stevens
4. Peace . Ajeet Kaur
5. For The Stars . Anne Sofie von Otter & Elvis Costello
6. Cold December Night . Michael Bublé
7. Winter . Joshua Radin
8. Julhymn . Fjarill
9. Grensen . Ketil Bjørnstad
10. Now Winter Comes Slowly . Sting
11. Prelude . George Winston

Von den meisten gehen die gesamten Alben zu Weihnachten, allerdings würde ich bei Sufjan Stevens ("Silver & Gold" – 5! Discs!) erstmal reinhören ... nachdem ich "Carrie & Lowell" wirklich gerne immer wieder ganz und gar höre, fand ich die geballte Weihnachtsauswahl doch etwas gewöhnungsbedürftig und habe mir am Ende nur sieben Songs rausgepickt. Wem "Coventry Carol" zu klassisch ist, könnte sich vielleicht nochmal "Christmas In The Room" anhören, auch schön! Vom Titel her super, allerdings auf die Länge gesehen schon strange: "Christmas Unicorn" :)

(Ich dachte, mein Weihnachtsknäcke sieht fast aus wie CDs ... das wäre ein passendes Motiv ... vielleicht)

Vorbei und irgendwie ...

Ich weiß, ich komme zu spät mit diesem Post. Weihnachten ist vorbei – aber, sollte man nicht immer ein wenig Weihnachten in sich fühlen? Zumindest Liebe schenken und Frieden ... das kann man das ganze Jahr.

Es war wie so oft – ich wollte soviel und die Zeit war nicht da, aber auch nicht der Wille. Ich brauchte eine Pause und ich finde, es ist wichtig, so etwas zu erkennen. Allein an meinem Schlafpensum konnte ich merken, dass mein Körper nach Erholung schrie und mal ehrlich, wer vermisst hier einen Eintrag ;)

Weder beim Schreiben noch bei allem anderen sollte Zwang der Grund sein. Natürlich gibt es Dinge, die getan werden müssen und manchmal kriegen wir nicht mal unsere Einstellung dazu optimiert, aber gerade so etwas freiwilliges wie ein Blog, Karten, Geschenke und Grüße sollten doch von Herzen kommen –

darum nun, auch wenn das neue Jahr schon begonnen hat, von Herzen: Frohe Weihnachten. Und ein gutes neues Jahr. Auf das es strahlt und leuchtet, glitzert und scheint *

Durstschnecke

Auch wenn man beim Vinyasa nicht zwischendurch trinken sollte (das Feuer soll ja richtig lodern und nicht direkt immer wieder ausgelöscht werden ...), vorher / hinterher muss man die Reserven wieder auffüllen. Gerade wenn man dann noch unterwegs ist und das Yogastudio nicht um die Ecke, ist eine gute Trinkflasche wichtig.

Ich hab schon einige durch und bin immer wieder offen für Neues. An ghongha (was übrigens Schnecke heißt ...) gefiel mir vor allem, dass sie aus Glas ist. Schon mal kein Plastik, man kann sehen, was man trinkt und wieviel noch drin ist – und es lässt sich gut reinigen. Damit sie trotzdem nicht so schnell kaputt geht, hat sie einen schicken Mantel aus BPA-freiem Kunststoff, der sich übrigens auch abnehmen lässt (wenn man doch mal gründlicher schrubben muss) und die Flasche gut in der Hand liegen lässt. Auch der Verschluss ist aus diesem Material und zumindest bei kleineren Turbulenzen auslaufsicher.

Was ich sehr mag, ist die schlichte Form, überhaupt, das feine Design, und – vor allem – den Tropfen als Guckloch :)

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Besuch

Unerwartet, kurzfristig angekündigt, bekam ich gestern Besuch von einer sehr lieben Freundin, die vor Jahren nach Stockholm gezogen ist. Es war ein wunderbarer Nachmittag, so, als wäre sie tatsächlich mal eben vorbeigekommen und unsere gemeinsame Zeit nicht so selten geworden. Erinnerung an Tage, wo wir uns jede Woche getroffen haben, mit den Kindern, Tee getrunken, wesentlicher Teil im Leben des anderen. Die Distanz verändert die Freundschaft unweigerlich, man ist nicht mehr beim Alltäglichen dabei. Aber gestern war es ein wenig so, einfach so, wie immer. Das war schön.