Sommer-Mantra

SchokoladeVanilleErdbeerPistazieWalnuss
HimbeerJoghurtAmarenaTiramisuZitrone
MaracujaHaselnussKokosMandelKirsche
StraciatellaCookiesBananeOrange...

eat and repeat :)

Hello Sunshine Flow

Im Zuge des neuen Yogastundenthemas (Rituale) habe ich einen kleinen Flow für den Morgen (oder wann immer man Yoga machen mag) zusammengestellt – der Oberkörper wird einmal gut durchbewegt und je nach Dynamik wird man auch schön warm und voller Energie :) Yoga Woman macht es mal vor:

© Katrin Gamerschlag

Wenn du zuhause Yoga machst, nimm dir immer ein paar Augenblicke zum ankommen. Atme ruhig, beobachte deinen Atem, lass die Schultern sinken und richte dich dabei trotzdem mehr auf, hebe dein Brustbein, finde Ruhe.

Einatmend twiste nach rechts – ausatmend zieh den Bauch mehr an, richte dich nach oben auf, finde deine innere Haltung.

Einatmend zieht der vordere Arm im weiten Bogen nach oben – ausatmend vervollständige den Kreis, begrüße die Sonne.

Einatmend stütze dich mit beiden Händen hinter deinem Rücken auf, heb dein Brustbein, schenk dem Himmel ein Lächeln – ausatmend beuge dich etwas nach vorne, kreuz die Arme, verneige dich vor der Erde.

Einatmend öffne die Arme zu den Seiten, öffne dich dem Tag – ausatmend beuge dich weit vor, die Arme parallel, die Handflächen nach oben geöffnet, mit Demut.

Einatmend zieh dich wieder in die Aufrichtung zurück, Handflächen drehen nach unten, mit Hingabe – ausatmend lege die Hände übereinander flach auf dein Herz, mit Liebe.

Wiederhole den Flow zur anderen Seite und einige Male hintereinander. Du kannst das auch zur Musik üben, ich empfehle Bitter Sweet Symphony von The Verve :)

Frühstück!

Es gibt ja Leute, die entweder gerne backen ODER kochen. Ich mach beides gerne, ohne jetzt wirklich in die Tiefen zu gehen, meistens wenn möglich aus der lameng (Wie schreibt man eigentlich lameng ... ist das Wort überall verständlich oder Ruhrpottdeutsch? Für alle, die es nicht verstehen: "so aus dem Gefühl heraus", würde ich das übersetzen) ...

Fürs Backen braucht man natürlich meistens schon Rezepte und genaue Angaben, aber da muss es zumindest einfach sein – für mich. Sonntags back ich wirklich gerne Brötchen selbst, zumal ich die vom Bäcker oft wenig lecker finde. Zuviel Luft, zu trocken, zu teuer.

Oft gibt es Jette-Brötchen, hier von Fräulein Text bestens beschrieben, oder Quarkbrötchen (300 g Mehl, 1 halbes Päckchen Backpulver, 9 EL Öl, 3 EL Milch, 250 g Magerquark, 1 Ei, ca. 70 g Zucker – alles verkneten, Brötchen formen, ca. 15 Minuten bei 180° Umluft backen) – weil die so schnell gehen und sehr gut schmecken.

Aber manchmal probier ich auch was anderes, so mal diese Dinkelbrötchen:

Was soll ich sagen: Schnell, lecker, außen knusprig, innen weich, herzhaft im Geschmack, nochmal bitte! Rezept hier.

Habt einen schönen Sonntag – und immer ein feines Frühstück!

>>

Ist schon wieder fast zwei Monate her, soll aber nicht unerwähnt bleiben, denn es war ein wirklich schöner Abend. Hier eine ausführliche Kritik dazu.

Für mich war es das erste Mal dear reader live. Die Songs sind von Natur aus nicht alle so, dass man sofort mitgeht oder -singt, da sie schon mit einiger Komplexität komponiert sind, aber dennoch kam viel gute Stimmung rüber und hat mich im Nachhinein dazu gebracht, die CD nochmal mit anderen Ohren zu hören – eine zeitlang nonstop :)

Fazit: Nichts für schnelle Eingängigkeit, dafür gibt es immer wieder neue Facetten zu entdecken und so bleibt die Musik länger frisch und wunderbar!

Neues Kursthema: Rituale

Wir haben viele tägliche Rituale, die uns vielleicht gar nicht mehr bewusst sind. Aufstehen :), Zähne putzen, waschen, essen, ...

Und manchmal denken wir, unabhängig davon, wir müssten mal mehr Sport machen, uns gesünder ernähren, mehr entspannen, ... aber wie sollen wir das machen? Wir machen es einmal, hoch motiviert und am nächsten Tag kommt uns etwas dazwischen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, oft will ich zuviel auf einmal. Mein Leben umkrempeln und alles anders, besser, machen. Das hat nie wirklich funktioniert.

Wenn ich aber in kleinen Schritten losgegangen bin, sind daraus oft tatsächlich neue Rituale geworden. Wie zB sonntags morgens joggen. Was als kleine Aktion anfing, möchte ich nun nicht mehr missen. Meinem Körper und meinem Geist fehlt etwas, wenn ich mal ein, zwei Wochen nicht joggen kann, weil ich vielleicht erkältet bin oder mal ein Termin dazwischenkommt. Doch trotz unvermeidbarer Unterbrechungen fang ich immer wieder an, mache weiter – es ist ein Ritual, eine Routine geworden.

Natürlich klappt das nicht immer – eine zeitlang bin ich so viermal in der Woche morgens um viertel vor sechs aufgestanden und hab erstmal eine halbe Stunde Yoga gemacht. Der Auslöser war ein Problem mit meiner Hüfte und es tat mir wirklich gut, diese tägliche, genau darauf abgestimmte Praxis. Ich habe das ein knappes Jahr gemacht, dann kam der Winter, mehr Müdigkeit, Erkältungen, ... und das Ritual schlief ein. Meine Hüfte sagt mir, dass ich das eigentlich mal wieder machen müsste ...

In unserer Ausbildung wurde tägliche Yogapraxis erwartet. Ich weiß noch, wie ich beim Unterschreiben des Vertrags fragte, was denn so alles auf mich zukommen würde – die Ausbildungswochenenden, klar, jede Woche mindestens einen Kurs im Studio besuchen, klar, tja, und natürlich eine tägliche eigenen Yogapraxis. Äh, was?

Ich hatte keine richtige Idee, konnte mich nicht aufraffen, aber hm, wusste ja keiner ... Dann kam unsere Intensivwoche, sechs Tage 24 Stunden zusammen. Und vorab die klare Ansage: Ihr habt jeden Morgen um halb sieben, nach dem gemeinsamen silent walk, Zeit für die eigene Yogapraxis ... Gemeinsam. Matte an Matte. Das stresste mich irgendwie. Ich wusste immer noch nicht so richtig, wie das aussehen sollte.

Klar kann man einfach was machen. Machte ich auch. Aber das fühlte sich nicht so richtig an, so nach flow, nach sinnvollem Aufbau, überhaupt nach einer Idee von Yoga ...

Meine Vorbereitung auf die Woche bestand also in erster Linie darin, mir eine halbe Stunde Yoga am Stück zu überlegen. Einen Ablauf. Eine Miniyogastunde. Ich kann mir heute gar nicht mehr vorstellen, dass ich das schwierig fand – wenn man eine zeitlang unterrichtet, macht man soviele Stunden und Flows und Sequenzings ... aber vor drei Jahren war das eben noch nicht so.

Neben den anderen fiel mir dann auf, dass die ganze Aufregung umsonst gewesen war. Keiner machte etwas Besonderes ... ein bisschen bewegen, ein paar Sonnengrüße, Vorbeugen, das war's. Was mir dabei aber auch bewusst wurde: Es tat mir gut. Diese tägliche Praxis war wunderbar. Ich machte weiter, vielleicht nicht täglich, aber immer mehr ...

Lange, lange Vorrede zum neuen Thema: Es ist toll, wenn man jede Woche zum Yoga kommt. Das ist wirklich schon eine Menge. Und vielleicht reicht das auch erstmal. Aber wenn man wirklich Feuer fängt, wenn Yoga dir Energie und Entspannung zugleich, dann fehlt es dir vielleicht auch manchmal im Alltag – und du weißt, genau wie ich früher, einfach nicht, wie du anfangen sollst ...

Darum machen wir in den nächsten Wochen kleine Yogaeinheiten, Rituale, die du, wenn du magst, in deinen Alltag mit hineinnehmen kannst – to go sozusagen.

Und dann, nach dem Yoga zuhause, ab hier: bitte lächeln :)

>> mixtape 4.17

Meine offizielle Liebe: BritPop! Ich glaube, es wurde mir mit den Beatles in die Wiege gelegt, ich kann nicht anders. Bei bestimmten Gitarrensounds und Akkordkombis geht mein Herz auf. The Verve fand ich großartig. Einige Sachen von Oasis (nicht alle). Und ja, Mando Diao, zumindest die älteren Platten, gehören für mich auch unbedingt dazu. Darum ist diese Playlist ein Geschenk für mich (yep, ich weiß, dass nicht alles von den 11 unter die Kategorie BritPop fällt, strenggenommen, aber für mich ergänzen sich die Songs wunderbar :) – yeah – yeah – yeah!

1. Bitter Sweet Symphony . The Verve
2. Tattva . Kula Shaker
3. Bad Actor . Calc
4. Bubbletrees . We Invented Paris
5. Violet! . Jerry Messersmith
6. Little By Little . Oasis
7. Tomorrow Tomorrow . Elliott Smith
8. She Bangs the Drums . The Stone Roses
9. It’s A Shame About Ray . The Lemonheads
10. Songbird . Oasis
11. Kingdom & Glory . Mando Diao

Oh She Glows!

Interessanter Name für ein Kochbuch :) Ich habe es von einer Freundin geschenkt bekommen und bisher ein wenig drin geblättert – dann kam eine andere Freundin zu Besuch, die sich vegan ernährt, und ich dachte, gute Gelegenheit, einen Kuchen aus diesem Kochbuch auszuprobieren. Außerdem wollte ich schon immer mal Gemüse in den Kuchen packen – nach diesem tollen Video ...

Ich habe mich für die Zucchini-Muffins in Kuchenform entschieden. Es war einfach und das Ergebnis sicher auch so wie gedacht ... lecker ... nur irgendwie ... fehlte mir etwas.

Deshalb musste ich leider noch eine nicht vegane Butter-Creme double-Zucker-Soße dazu zaubern ... dann war es so richtig saftig gut!

Ich glaube, als nächstes probiere ich vielleicht mal etwas Gemüsiges ... da erwartet man nicht fetten, süßen Kuchen :)

Irgendwie Frühling

OK, hier war es einige Tage sehr ruhig. Also nichts los. Könnte man meinen. Aber man kann ja nicht immer und überall lesen, man müsste mehr offline sein, sich dem wahren Leben widmen, ja, es selbst irgendwie predigen und dann nicht ab und zu auch mal machen.

Es waren Ferien. Familienzeit. Und irgendwie Frühling.

Zwar mit Kälteeinbrüchen und ab und zu mal Regen, aber insgesamt doch leuchtend und schön. Die Apfelblüten, die Ostereier, Gartenarbeit, Dachboden ausmisten, Keller auch, sich frei fühlen, aufgeräumt, bereit für mehr – mehr Frühling, ach, Sommer.

Von daher: Ich schreibe gerne hier, ich brauche es, sicher mehr für mich als für die Welt, die nicht auf weitere Blogergüsse wartet :) Aber wichtiger ist immer das wahre Leben! Also: mehr raus! Apfelblüten riechen. Sonne spüren. Menschen umarmen.

° universe

Was auch immer uns trägt – der Gedanke, alle im funkelnden Sternenstaub vereint zu sein, unser innerstes Licht, welches niemals verlöschen wird, oder das Bewusstsein, dass das ganze Universum in unserem Herzen existiert – es steckt soviel Energie, soviel Großartiges und Wunderbares in uns, das darauf wartet, hinauszustrahlen, Glück und Seligkeit zu verbreiten, die wahre Schönheit hinter allem aufzuzeigen!

Pranayama ist ein Weg, Zugang zu unserem Inneren zu finden, Ruhe und Stille des Geistes zu üben, Bewusstsein zu schaffen und Frieden zu verbreiten. Ein wichtiger Schritt in Richtung Meditation und Freiheit.

Wenn du magst, versuch es – es gibt viele einfache Möglichkeiten, anzufangen:
Setz dich bequem hin, so dass du entspannt aufrecht für einige Minuten verharren kannst, eng deinen Bauch nicht ein, also am besten im Schneider- oder Fersensitz, atme tief ein ... und entspannt aus. Bei der Einatmung versuche, viel Luft in dich hineinzusaugen, deine Lungen, deine Rippen weit werden zu lassen – bei der Ausatmung atme durch den entspannten Mund aus, lass deinen Kiefer locker und deine Schultern sinken, ohne deine Aufrichtung zu verlieren. Atme so einfach einige Minuten ein und aus. Du wirst sehen, es beruhigt, es führt dich zu dir, es blendet deine Umwelt mehr und mehr aus.

Eine weitere beruhigende Atemtechnik ist die recht populäre 4-7-8 Atmung, dh auf vier Zeiten einatmen, sieben Zeiten den Atem halten und auf 8 Zeiten ausatmen. Im Yoga gibt es unterschiedliche Zählzeiten – du kannst auch mit gleichen Zeiten atmen, dh zB 7-7-7 oder dich steigern in der Atemverhaltung.

Allerdings solltest du bei Pranayama, also Atemtechniken, immer gut auf deinen Körper hören. Atem kann auch Panik in uns auslösen, Hyperventilation, Stress, ... deshalb fang immer klein an, steiger dich vorsichtig, beobachte die Reaktion deines Körpers. Wie bei allem im Yoga geht es auch beim Pranayama um deinen persönlichen Zustand – kein Wettbewerb, sondern ein tägliches neues Einfühlen, Ausprobieren, Annehmen.

Wenn wir schon ein paar Mal am Tag einfach bewusst Atmen würden ... anstelle dieser flachen Kurzatmung, die wir ansonsten unbewusst machen ... wäre das schon sehr viel wert. Mir fällt es immer leichter, solche Ideen zu etablieren, wenn ich diese mit täglichen Dingen verbinde – zb nach dem Zähneputzen zehn Mal tief und entspannt atmen. Oder wenn ich ins Auto steige, bevor ich losfahre. Oder vor dem Schlafengehen, entweder sitzend auf dem Bett oder auch liegend (da würde ich jetzt nicht jede Atemtechniken machen können und wollen, aber einfaches entspanntes bewusstes Atmen oder so etwas wie 4-7-8 geht auch im Liegen).

Fang einfach an. Atme :)

° light

Ich war vor kurzem bei einem eintägigen Workshop bei Max Strom. Zuvor hatte ich sein Buch "Das Herz des Yoga" (englischer Titel: "A life worth breathing") gelesen, verschlungen, aufgesogen, in mein Herz geschlossen. Der Workshop war in vielerlei Hinsicht inspirierend, unter anderem stellte Max die Frage, welche(n) erwachsenen Menschen wir kennen, der für uns wahres Glück und Freude ausstrahlt. Es müsse niemand sein, der uns besonders nahe steht, einfach nur jemand, in dessen Gegenwart man sich gerne aufhält und wo man das Gefühl hat, dieser Mensch hat diese gewisse Ausstrahlung.

Ich fand das sehr schwer zu beantworten. Natürlich gibt es Menschen, die eher optimistisch und gut gelaunt daher kommen, aber man weiß halt gerade bei denen, die man näher kennt, auch um die dunklen Tage, die Schattenseiten, die Mühe, die dieser Optimismus manchmal kostet.

Ich dachte dann, vielleicht geht es nicht darum, jemanden zu finden, der immer gut drauf ist, sondern eher genau jemanden, der trotz allem positiv denkt. Mir fiel unter anderem meine Oma ein, weil sie jemand ist, der auch aus weniger schönen Situationen versucht, immer etwas feines zu machen. Dieses Bemühen, auch anstrengende, hektische, nervige Tage mit kleinen Dingen zu versüßen, finde ich, strahlt schon sehr viel Glück und Freude aus.

In der Yogastunde habe ich diese Frage dann am Anfang als Intuitionsanstoß in die Gruppe gegeben – und gegen Ende, in der Stille, dann gesagt: "Wenn es dir vielleicht auch schwergefallen ist, diese Frage zu beanworten, diesen jemand zu finden – dann sei du dieser Mensch, der für andere Glück und Seligkeit ausstrahlt, Inspiration, Liebe und Licht."

Wie immer ist das Ziel scheinbar weit – wie immer wäre es schon großartig, wenn wir uns alle zumindest auf den Weg machen würden.

° star

Zitat der liebsten Soulsister heute in einer Mail vom anderen Ende der Welt:

Die meisten Menschen bewegen sich oft nur in den ersten drei Chakren – dh Existenzsicherung und ganz viel ICH. Wenn wir weiter nach oben wachsen wollen, braucht es einiges mehr!!

Darum in den nächsten Yogastunden: der Blick nach oben, zu den Sternen.
Oder doch, gerade, viel mehr, in unser Herz?!

>> mixtape 3.17

In meiner Ausbildung hatten wir bei unserer sehr musikaffinen Yogalehrerin aus Dortmund eine Stunde mit Musik aus diversen Tarantino-Filmen, großartig. In meinen eigenen Stunden habe ich diese Idee für ein Shiva-Thema (düster, düster :) aufgegriffen – und diesen März für mich zuhause nochmal reaktiviert. Ich mag die Songs sehr, ob zum Yoga oder im Auto zum mitsingen ...

1. After Dark . Tito & Tarantula
2. Freedom . Anthony Hamilton
3. She’s Not There . The Zombies
4. Son Of A Preacher Man . Dusty Springfield
5. Street Life . Randy Crawford
6. True Detective Theme . L’orchestra Cinematique
7. Girl, You’ll Be A Woman Soon . Urge Overkill
8. Who Is He . Bill Withers
9. Didn’t I Blow Your Mind This Time . The Delfonics
10. I Got A Name . Jim Croce
11. Lonesome Town . Ricky Nelson

Hej Kopfstand

OK. Kopfstand ist und bleibt die Königsasana. Auch wenn man das Gefühl hat, es muss inzwischen eher der Handstand sein. Am besten auf einer Hand. Mit verknoteten Beinen.

Man merkt an meinen Worten (und wenn man hier ab und zu liest), dass ich kein Superyogi bin. Oder sagen wir, kein akrobatischer Superyogi. Selbst der Kopfstand ist für mich eine wahre Herausforderung, wie hier schon geschrieben.

Aber wir kommen uns tatsächlich näher. Stück für Stück. Ich brauche nur gaaaaanz wenig Absprung und ja, immer noch die Wand, um mich oben auszurichten. Aber dann schaffe ich es auch, frei zu stehen. Auch länger. Ein großartiges Gefühl.

Unabhängig von meiner Praxis stellt sich auch die Frage, wie man sich seinen Schülern gegenüber präsentiert. Leitet man sowas an, wenn man es selbst nicht perfekt kann? Oder ist man lieber ein wenig unnahbar und immer einen Schritt voraus?

Ich finde, für mich allein, und nur dafür kann ich das ja als Yogalehrer entscheiden, möchte nichts anleiten, was ich gar nicht kann. Also Handstand zum Beispiel. Aber etwas, dass ich nicht perfekt kann, finde ich OK. Denn ich bin doch genau wie alle anderen auf dem Weg. Und das sollte man doch auch zeigen. Ich selber finde es als Schüler ja auch nicht gerade toll, wenn die Lehrer vorne rumturnen und ich kann das alles nicht. Das ist frustrierend. Und darum kann es auch nicht gehen.

Sich Herausforderungen zu stellen, ohne sich zu übernehmen, das ist wohl der Weg.

In diesem Sinne: Hej Kopfstand. Ich komme.

Ramen – oder Nudelsuppe 2.0

Das Thema asiatische Nudelsuppen ist noch lange nicht durch – der große Junge ist im Moment nicht einfach mit dem Essen und isst am liebsten asiatisch. Sushi, Onigiri und eben Nudelsuppen gehen immer. Und weil er sowieso mal wieder kochen wollte, habe ich ihm ein Buch geschenkt:

Sehr schön aufgemacht, Schritt für Schritt die Basics erklärt, informativ und gut umsetzbar – so das Fazit nach dem ersten Durchblättern und Suppentest. Es gab diese hier:

Wir haben alles von Grund auf selbst gemacht – Suppenhuhn gekauft, sechs Stunden Hühnerfond gekocht, abgeseiht und nochmal abgeseiht, Kansuiwasser hergestellt (gibt es hier wohl nicht, auch nicht in den kleinen japanischen Läden und großen koreanischen Supermärkten in Düsseldorf ...), Nudelteig gemacht, am nächsten Tag nach Rezept weitergekocht und Nudeln gedreht ... Hier das Ergebnis, ohne Foodstyling, dafür mit viel Hunger aufgenommen:

Die Nudeln sind noch verbesserungswürdig. Der Teig war gut, aber es lag vielleicht eher an der Nudelmaschine, dass es nicht so richtig schöne "Spaghetti" werden wollten. Dafür war die Suppe an sich grandios!!! Unglaublich geschmackvoll und fein abgestimmt – das man so gute Suppe zuhause hinbekommt, hätte ich nicht unbedingt erwartet. Ich glaube, nach dem Freitag = Pizzatag wird der Sonntag vielleicht der Nudelsuppentag ...

>> mixtape 2.17

Der Februar ist für mich irgendwie einer der schwierigsten Monate. Kein Weihnachtstüdelü, keine Sehnsucht nach Klarheit im Kontrast, eher grau, verregnet, matschig. Umso mehr braucht man (mindestens) 11 im Februar, die deine Stimmung tragen und heben, es kuschelig werden lassen oder doch ein Lächeln zaubern, je nachdem.

Auch, wenn ich es mir eigentlich für eine Sommer-11 aufheben wollte, das Intro von La La Land habe ich einfach zu häufig diesen Monat gehört, als das es auf dieser Liste fehlen dürfte. Ansonsten war es eher ruhig und steigerte sich nur langsam, aber es wird. Frühlingsgefühle dürfen langsam blinzeln :)

1. Every Traveled Road . Scott Matthew
2. A Step You Can't Take Back . Keira Knightley
3. No More . Eddie Vedder
4. In Dreams . Ben Howard
5. Another Day Of Sun . La La Land
6. If You Go . Passenger
7. The Light . Regina Spektor
8. Cocoon . Jack Johnson
9. Snow . Lisa Hannigan
10. Ode . Scott Matthew
11. So Petty So Pathetic . Dear Reader

°

Manchmal fällt das leicht. Wenn wir verliebt sind, glücklich, gut gelaunt, ... dann können wir auch geben, nehmen die Dinge entspannt, teilen unsere Liebe.

Schwieriger, wenn es uns nicht gut geht. Das Herz gerade kämpfen muss. Dann verschließen wir uns lieber und behalten den kleinen mickrigen Rest für uns.

Doch Yoga bringt uns weiter, zeigt neue Perspektiven, die uns auch in dunklen Momenten das Licht erstrahlen lassen, unser Herz offen halten und wir geben, geben, geben, ...

Immer wieder zitiere ich dazu so gerne den großartigen Frank Schuler: Du haust dich raus, du schenkst dich weg!

It's worth a try.

meins oder keins

Zwei interessante Artikel gelesen, die sich beide mit der gleichen Thematik beschäftigen: Besitz.

Manchmal weiß ich nicht, ob ICH einfach an einem bestimmten Punkt im Leben angekommen bin – oder ob ich den WELLEN folge, die in der Welt, der Gesellschaft, kommen und gehen.

Als wir unsere erste Wohnung bezogen, waren wir froh, bei Ikea für kleines Geld viel schlichtes und schönes Mobiliar zu erstehen – wir konnten uns komplett einrichten, alles sah nett aus, fertig. Dann kam die Individualität. Gegenstände sammelten sich an und verliehen unserem Heim eine persönliche Note. Aus Ikea wurde meins.

Die Ansprüche stiegen mit der Zeit. Es musste nicht das Teuerste sein, aber es sollte Wert haben. Entweder Designerstück oder Qualität. Oder sonst irgendwie etwas Besonderes.

Dann schlug es irgendwann um. Als hätte man den Höhepunkt einer Welle erreicht und müsste nun erstmal wieder runterkommen. Es war alles zuviel. Es wurde aussortiert, verkauft, verschenkt, entmüllt. Damit wurde der Anspruch nicht weniger, im Gegenteil. Wenn man schon einen neuen Mülleimer kauft, dann bitte aber einen mit Qualität UND gutem Aussehen.

Diesen Trend finde ich um mich herum mehr und mehr wieder. Ich dachte, es läge einfach an mir, dass zuviel Kram inzwischen rumliegt und ich das Bedürfnis nach freiem Raum spüre. Aber es scheint doch ein Gesellschaftsphänomen zu sein. Stapelweise Bücher lehren uns, wie man ausmistet. Erklären uns, wie toll ein leerer Schreibtisch ist. Und dass man eigentlich mit hundert Dingen (Wattestäbchen inklusive!) auskommt im Dasein.

Der erste Artikel befasste sich mit diesem Ausmisten. Weniger ist mehr. Und der Meinung der Autorin, dass sie doch viel mit den einzelnen Dingen verbindet, diese sie an Ereignisse, Gefühle, Menschen erinnern wie ein Tagebuch. Zuviel, um sie wegzuschmeißen.

Beim zweiten Artikel ging es um das gleiche Thema mit etwas anderem Schwerpunkt. Ein für mich entscheidender Satz: "Eigentlich wollen wir all den Krempel ausmisten, der das Leben so unübersichtlich macht, aber dazu kaufen wir erst einmal etwas ein." Geht mir manchmal auch so. Ehrlich gesagt.

Egal, ob wir uns einrichten, unsere Freizeit gestalten, in die Ferien fahren – weniger ist hier tatsächlich mehr, nämlich mehr Vorbereitung, Gestaltung, Ausrüstung etc.

Ich sehe das auch in dieser Yogawelt. Immer neue Klamotten (sauteuer) und schönere, komfortablere oder transportablere Matten (ja, neue Farben, tolle Muster), hier noch eine Malakette, da noch eine Tasche, was man nicht alles so braucht, um zu sich zu finden. Der Weg zum Ich ist gut gepolstert :)

Aber es ist ja auch zu schön – und man will ja gut gerüstet sein und dazu noch Stil beweisen.

Und was nun? Alles weg?

Ich glaube, das wäre nicht der Weg für mich. Aber ich will auch nicht mehr, mehr, mehr. Wohlüberlegt ist vielleicht das richtige Wort. Was hat für mich Wert? Was nutze ich wirklich? Woran hängt meine Erinnerung und wieviel Raum nimmt diese im Verhältnis zum Volumen des Gegenstandes ein? :) Ein paar Fotos in einer Kiste tun wahrscheinlich keinem weh, der riesengroße Tisch von Oma, den ich eigentlich nicht will, vielleicht doch auf seine platzeinnehmende Weise ...

Ja, ich finde es befreiend, aufzuräumen und mich von einigen Dingen zu trennen. Aber genauso trägt es zu meinem Wohlfühlen bei, wenn mir zufällig ein Shirt in die Hände fällt, das eines meiner Kinder als Baby getragen hat. Oder ich die Postkarte einer Freundin in einem Buch wiederfinde. Oder ich keinen neuen Topf für die Feier mit Freunden kaufen muss, weil da einfach noch einer im Schrank steht und auf seinen alljährlichen Einsatz wartet. Ich verleih den auch, wenn jemand anderes mal Bedarf hat.

Egal, wofür ich mich entscheide – eins muss jedem klar sein: Es ist sowieso alles nur für den Moment. Tja, wir können tatsächlich nichts mitnehmen und wissen auch nicht, ob sich irgendjemand noch über unseren gesammelten Krempel freut, wenn wir mal nicht mehr sind. Wahrscheinlich eher nicht, denn es ist ja UNSER Kram. Insofern ist etwas kleiner halten zumindest schon mal eine gute Richtung ...