13 – LASS EIN LICHT LEUCHTEN

Manchmal braucht Frieden große Worte und ja, auch Krach, um gehört zu werden – manchmal ist Frieden aber auch ganz leise leuchtend in einem Moment der Stille. Der Schein einer Kerze, die schlichte Weihnachts- beleuchtung in die dunklen, grauen Winterabende hinein, nach Hause kommen in die Wärme – auch das ist Frieden für mich. Lass ein Licht leuchten, für dich, für andere.

Wenn ich im Winter im Dunklen nach Hause komme, schaue ich gerne zu den erleuchteten Fenstern hoch. Es geht mir nicht darum, etwas Konkretes zu erkennen, ich liebe einfach die Wärme und die Vorstellung, dass es dahinter tatsächlich Ruhe, Liebe und Frieden gibt.

Ich weiß, dass die Welt nicht so ist, aber in diesem Moment möchte ich den Glauben an das Gute nicht verlieren.

Ein Licht im Dunkeln ist etwas Wunderbares. Trost und Hoffnung zugleich.

Vielleicht denken nicht alle darüber nach, aber solange Menschen ein Licht ans Fenster stellen (oder die Lichterketten in den Garten), sehe ich darin ein Zeichen, der Dunkelheit in der Welt etwas entegegenzusetzen.
Wenn ich heute abend die Kerzen entzünde, möchte ich daran denken und für einen Moment innenhalten ... dankbar sein. Mitgefühl empfinden. Friedensgedanken in die Welt schicken.
Vielleicht stellst du auch eine Kerze ans Fenster, lässt ein Licht leuchten ...

Bumerang

Das, was du in die Welt wirfst, kommt häufig wieder zu dir zurück. Es muss aber nicht immer etwas Negatives sein. Beim Yoga versuche ich, Liebe, Demut, Verständnis, ... in die Herzen zu "pflanzen", den Blickwinkel zu ändern, mehr Lächeln, Mitgefühl und Entspannung in den Menschen hervorzubringen.

Und dann kommt der Moment, wo ich, mitten im Alltag, mit etwas konfrontiert werde, was ich nicht erwarte. Es ist ein Schlag in den Magen, es überrascht mich, zieht mich runter, macht mich fertig. Ich frage mich, wieso Menschen so sein können und meine Fassungslosigkeit wandelt sich in Traurigkeit und vor allem auch Wut. Ich möchte am liebsten sofort "zurückschlagen", auf Konfrontation gehen, mich wehren, ja, meine frisch hochgekochte Aggression rauslassen.

Und dann - kommt der Bumerang zurück, trifft mich, peng!

Wenn deine Yogaschülerin (*!) zu dir sagt, nein, reagier nicht so, lächel, schlag nicht zurück, bleib gelassen - dann weißt du, dass es sich lohnt, immer wieder Gutes in die Welt hinauszuwerfen. Denn auch das kommt zurück, nicht nur das Schlechte. Auch das vermehrt sich und hilft dir, wenn du mal nicht geben kannst, sondern Hilfe brauchst.

Der erste Schritt ist gemacht - runterfahren.

Der zweite Schritt dauert länger ... nicht nur scheinbar lächeln, sondern wahrhaft mitfühlen. Die Wut nicht unterdrücken, sondern tatsächlich entspannen. Nicht traurig sein, sondern weiter positiv denken. Nicht so einfach.

Ich arbeite dran. Und bin derweil dankbar für meine Yogameister!

12 – EINMAL VEGETARISCH

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu – mögen alle Lebewesen auf dieser Erde glücklich und frei sein. Dieses Mantra beziehen viele Yogis auch auf ihre Ernährung und leben vegetarisch oder vegan. Man muss nicht alles umstellen, um zumindest bewusster ans Essen heranzugehen. Für einen Tag – vegetarisch. Schreib auf, was du gegessen hast, mach vielleicht etwas Besonders, etwas, was du schon immer mal ausprobieren wolltest ...

Als ich mit der Yoga-Ausbildung begann, musste ich einen Buchreport schreiben. Unter anderem gab es in der Liste ein Buch mit dem Titel "Yoga & Vegetarismus". Ich dachte, och, vegetarisch ist mir jetzt nicht so fern, das wäre doch interessant.

Was ich dann allerdings las, war ein flammendes Plädoyer für die vegane Ernährung. Alle schlimmen Seiten der Fleischindustrie, ja auch der Milchprodukteherstellung wurden hier drastisch dargelegt – viele Dinge wusste ich tatsächlich nicht. Ich war schockiert.

Danach habe ich noch einige Bücher zu dem Thema gelesen, zwei Jahre vegetarisch gegessen, vegane Alternativen ausprobiert.

Inzwischen esse ich auch wieder Fleisch, aber versuche immer, mehr vegetarisch zu "denken", zu kochen, zu essen.

In jedem Fall ist es kein Verzicht, ab und zu, ohne Druck, für einen Tag, vegetarisch zu leben ...

11 – BASTEL WAS

Es geht ja beim Yoga immer wieder darum, den Geist zu konzentrieren, das Drumherum auszuschalten, klar zu werden, frei von Gefühlen und Stimmungen. Gar nicht so einfach. Manchmal gelingt es im Flow, manchmal, wenn wir uns auf eine Sache ganz konzentrieren – wie zB Origami :) Also denn, bastel doch mal einen Kranich! (Wenn das bei dir eher für Stress sorgt, darfst du dir auch gerne eine andere Aufgabe suchen ...!)

Zu dieser Aufgabe hatte ich nichts in mein Heft geschrieben, nur die Bastelanleitung und einen Kranich eingeklebt. So ein Kranich ist erst nicht einfach. Ich weiß, dass ich meinen ersten Versuch vor vielen Jahren in die Ecke gepfeffert habe. Eigentlich gibt es da nur zwei Schritte, die man, wenn man nicht so Origamikundig ist, erstmal entwirren muss. Hat man es aber einmal geschafft, dann faltet sich so ein Vogel in weniger als zwei Minuten. Es gibt eine Legende zu den Kranichen, die hier nachzulesen ist. Vielleicht muss man nicht tausend Kraniche falten, vielleicht nur einen, aber diesen für den Frieden.

PS Den Kranich auf dem Bild hat mein Sohn für mich gefaltet, einfach so, in Stille. Das hat mich sehr gefreut! Danke, R :-*

Manduka vs. Jade Yoga

Wer anfängt, sich mit Yoga zu beschäftigen, landet schnell bei der "Mattenfrage". Immer wieder ein Thema – wie man auch an den vielen Vergleichen, Tests und Besprechungen auf anderen Blogs sieht. Auch mich hat diese Frage schon beschäftigt, unter anderem als ich mir eine neue Manduka Eko Lite (meine "Elefantenhaut" :) bestellt hatte ...

Es ist und bleibt natürlich erstmal eine Frage der persönlichen Ansprüchen an eine Yogamatte und der individuellen Vorlieben bzgl. des Designs. Meine Vorgaben sind dabei vor allem die Rutschfestigkeit (ich finde nichts nerviger als einen langsam auseinanderdriftenden herabschauenden Hund ...) und die Leichtigkeit (ich möchte meine Matte überall entspannt mit hinnehmen können, auf dem Rad, in den Ferien, am besten auch mal gefalten ...).

Durch den zweiten Aspekt kommen für mich vor allem sehr dünne Matten in Frage, was natürlich nichts für Menschen mit Knieproblemen ist – allerdings besteht hier auch die Möglichkeit einer Kombination aus zwei Matten, einer einfachen günstigen dickeren Basic für unten drunter und einer guten rutschfesten dünnen Matte darüber! Hat sich in den Kursen bewährt, nur als optionaler Hinweis für alle, die denken, dünnen Matten kommen für sie nicht in Frage ...

Was das Design angeht, mag ich es eher schlicht. Wobei ich diese fliegenden Teppiche auch sehr schön finde, aber für den Yoga-Alltag möchte ich nicht abgelenkt sein durch eine Farbe oder Muster, dezentes Blau oder Grau hilft mir, meine Gedanken mehr zu konzentrieren. Aber auch da gibt es ja immer Varianten für alle, die mehr Farbe wollen :) Ein weiteres Problem bei der Suche nach der richtigen Matte ist die seltende Möglichkeit, Matten auszuprobieren.

Schließlich kann man erst nach einigen Malen wirklich sagen, ob die Matte zu einem passt und dann will die keiner mehr zurück, verständlicherweise. Darum bin ich auch immer brav bei meiner Matte geblieben, auch wenn ich immer wieder mal gerne über den Rand geschaut und andere getestet hätte. Welch glückliche Fügung, dass ich nun den Vergleich starten durfte für den greenyogashop – danke dafür!

Also denn: Manduka vs. Jade Yoga

Beide Matten entsprechen meinen Anforderungen: Sie werben mit ihrer Rutschfestigkeit, sind Reisematten, also dünn, und meine Wahl fiel auch bei der Jade Yoga auf das dezente midnight blue.

Die Manduka Eko Super Lite begleitet mich ja nun schon einige Jahre, von daher kann ich hier die Rutschfestigkeit dauerhaft bestätigen. Bisher hat mich keine andere Matte so gut gehalten wie diese. Bisher. Denn auch die Jade Yoga Voyager besticht durch ihren Grip. Verstärkt wird dieser durch die Jade Yoga typische leicht riffelige Struktur, was auf der einen Seite die Haptik spürbarer macht, auf der anderen Seite aber auch ein wenig ablenkt, zumindest bis man sich dran gewöhnt hat. Beide Matten halten aber schweißtreibenden Vinyasastunden stand und bringen dich sicher ins Shavasana!

Was die Leichtigkeit angeht, setzt Jade Yoga noch einen oben drauf und ist fühlbar leichter, auch wenn wir uns hier im Bereich von nur ca. 200g Unterschied bewegen. Damit sind wir bei den harten Fakten:

Manduka Eko Super Lite
Größe: 180 x 61 cm | Dicke: 0,15/0,2 cm | Gewicht: 0,9 kg | Material: Naturkautschuk 

Jade Yoga Voyager
Größe: 173 x 61 cm | Dicke: 0,15 cm | Gewicht: 0,68 kg | Material: Naturkautschuk 

Beide sind nachhaltig in ihrer Herstellung und wie der direkte Vergleich zeigt sehr dicht beieinander. Da auch der Preis mit 39,95 Euro identisch ist, kann man nur in den kleinen Unterschieden abwägen – doch die etwas längere Matte? – oder die etwas leichtere? – oder mehr spürbaren Grip? 

Ich denke, diese Fragen kann jeder gut für sich beantworten – mein Fazit ist in jedem Fall ein Pro Reisematten, egal ob von Manduka oder Jade Yoga. Sie bringen die Matte auf den Punkt – als Mittel zum Zweck, welches mir Yoga überall ermöglicht, mich maximal unterstützt, ohne mich abzulenken oder zu sehr auf Design und Tamtam zu setzen.

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Manduka Eko Super Lite oder Jade Yoga Voyager – deine Unterlage zum Yogaglück erhältlich bei greenyogashop.de

 

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Postkarte gefunden und gekauft mit folgendem Text:

Ich weigere mich einfach irgendwas anderes zu sein als glücklich.

Punkt.

Derweil: Liebe den Herbst!

10 – ... FÜR DICH

Wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen, sind wir manchmal sehr kritisch – dabei sollten wir uns vor allem Liebe entgegenbringen, denn nur dann sind wir auch fähig, andere zu lieben und bedingungslos zu geben. Mach dir darum diese Woche selbst ein Geschenk, eine Tasse Tee in Ruhe, ein kleiner Spaziergang, ein feines Essen, ... liebe den Moment – und dich.

Ich koche mir eine Tasse Tee. Oder besser: Ich bereite mir eine Tasse grünen Tee zu. Das ist mehr als einen Teebeutel aufgießen, das ist eine Zeremonie. Wasser aufkochen und warten bis es auf 60° abgekühlt ist. Zwei Teelöffel grünen Tee in ein Sieb geben, auf die Tasse legen, aufgießen. Zwei Minuten warten, Teesieb herausnehmen, trinken.

Aus dem Moment etwas besonderes machen. Sich selbst die Zeit geben und Ruhe gönnen. Bewusst wahrnehmen. Sich selbst annehmen.

Viel zu selten. Kleine Zeremonien, Rituale und Traditionen helfen. Jeden Tag müsste man so etwas einbauen. Tea-time :)

09 – FINDE DICH

Jede Sekunde verändern wir uns. Nicht so einfach, dabei sich selbst noch zu kennen. Soviele Ichs im Laufe der Zeit ... wie warst du als Kind, als Erwachsener, an welche Momente im Leben erinnerst du dich besonders? „Habe den Mut, allein zu sein.“ – auch jetzt ab und zu, nur für dich, nur mit dir ... um dich nicht zu verlieren, sondern zu finden!

"Habe den Mut, allein zu sein." Diesen Satz musste ich in meinem Abi-Abschluss-Gottesdienst vorlesen, eine Rede war es, ich glaube, von einem Bischof. Diesen Satz habe ich nicht vergessen, diesen Moment auch nicht.

Es erfordert Mut, allein zu sein. Ohne Ablenkung, Tätigkeit, Stress. Einfach nur mit sich allein. Wir packen unser Leben voll mit Arbeit, Familie und in der Freizeit mit Hobbies und Urlaub. Nur dann scheint das Leben attraktiv, nur dann unsere Person wertvoll.

Doch wir sind genung, nur in unserer Existenz. Unsere Seele ist da, strahlend schön, vom ersten Tag an!

Es ist schön, im geistigen Fotoalbum ein wenig vor und zurück zu blättern, sich an besondere Momente zu erinnern. Das Kind, welches man war ... und der Mensch, der man werden könnte. Finden werden wir uns aber vielleicht nur im hier und jetzt und nur allein. Dafür kann auch Meditation gut sein, uns hlefen, die Suche zu beenden. Anzukommen bei uns selbst.

Soul Sisters

Ich rede nie von "Seelenschwestern". Das Wort gehört einfach nicht zu meinem -schatz. Doch als ich diesen Armreif gesehen habe, musste ich sofort an einen besonderen Menschen denken.

Als mein Yogaweg begann, war sie meine erste Begegnung mit den Anderen, wir lagen an jedem Ausbildungstag Matte an Matte, sie teilte mit mir Zimmer, Gespräche und Stille in der Intensivwoche, bestätigte mich immer wieder, wenn ich zweifelte, so wie ich hoffentlich auch sie in unsicheren Momenten.

Yoga für mich ist immer auch sie - sie ist so sehr Yoga Woman, war auf der ganzen Welt, zieht bald wieder los, ist so anders als ich und vielleicht gerade genau der Teil, der meiner (Yoga)Seele sonst fehlen würde.

Soul Sister. Dieser Armreif ist für dich. Er trägt sich leicht und wunderbar. Vielleicht darf er mit auf die nächste Reise. Damit wir auch in der Ferne verbunden sind. Bis zum Wiedersehen.

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Für deine "Soul Sisters": feelgood.bands * erhältlich bei greenyogashop.de

08 – SCHUBLADE ZU . HERZ AUF

Manchmal ist es gut, die eigenen Vorurteile und Ängste zu reflektieren. Sovieles existiert nur in unserem Kopf – und verdeckt das Schöne und Wunderbare um uns herum. Vielleicht kannst du ein paar Schubladen schließen – und dafür dein Herz ein wenig mehr öffnen, für andere, für dich!

Wie eine schwarze Wolke hängen sie manchmal über mir – die trüben Gedanken! Ich sehe jemanden und in mir läuft ein Film ab. Ich packe den anderen in eine Schublade. Oft in keine gute. Dabei wäre ich so gerne unvoreingenommen! Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht – vielleicht ist das das Schlimmste daran. Es gibt keinen Grund – nur Meinungen, oft anderer, die mich prägen, Medienberichte, Gesellschaftsklassen, Normen, Grenzen. Und gleichzeitig merke ich, dass ich genauso be- und verurteilt werde. Wie oft passe ich nicht in das Schema der anderen, wirke zu arrogant, nicht schön genaug, nicht reich, was weiß ich?! Ich möchte doch auch angenommen werden, eine Chance bekommen, ohne Vorurteile!

Was ich ich ändern? Wie mache ich die Schublade zu?

Ich glaube, man kann sich nicht gegen eine erste Reaktion wehren – aber man kann diese reflektieren! Und sich zu mehr Toleranz, Mitgefühl und Liebe ermahnen!

Wenn wir eine freundliche Welt wollen, dann sind Toleranz, Mitgefühl und Liebe der einzige Weg gegen Hass, Feindlichkeit, Dunkelheit und Krieg.

Herz auf <3

Quittenausflug

In den letzten Jahren habe ich immer wieder neue Menschen kennengelernt – auf verschiedenste Weise, unter anderem durch meinen ersten Blog, lingonsmak. Das schöne ist, dass aus erst nur virtuellen Bekanntschaften und Kommentaren aus einigen Freundschaften im wahren Leben entstanden sind. Ein grandioses Geschenk und ein Zeichen für mich, dass es ist nicht immer schlecht sein muss, sich hinter dem Computer zu verschanzen, wenn man denn am Ende doch mal den Schritt auch wieder nach draußen geht :) 

Nun schafft man es nicht täglich, ja leider oft nur selten, sich tatsächlich zu treffen, aber das macht diese Tage zu besonders kostbaren! Gestern passte alles zusammen – wir hatten Zeit, das Wetter war wunderbar und unser Ausflug führte an einen wunderschönen Ort, ein wenig unvermutet, zumindest für mich.

Ziel war die Museumsinsel Hombroich. Vor Jahren war ich schon mal dort, ewig ist das her und die Erinnerung verblasst. Vielleicht war es der perfekte Tag, um diese aufzufrischen. Beginnender Herbst, die Bäume noch leuchtend und nicht kahl, die Sonne ließ sich blicken und wir Stadtkinder erlebten eine gewisse Erntefülle, die ein wenig überwältigen kann, diese Pracht der Natur. 

Überreiche Apfelbäume, leuchtend rot, gesprenkelt von kleine Hagebuttenpunkten, dazu Quitten, kleine pelzige Sonnen, und Esskastanien zum Sammeln in Hülle und Schale, zur Freude der Kinder jeden Alters und für einen nicht leichter werdenden Proviantrucksack. 

Dazu: Kunst. Irgendwie Fremdkörper zwischen all dem Natürlichen aber gerade auch deshalb so perfekt ergänzend. Ich weiß nicht, wie die Auswahl zustande gekommen ist, man sieht, ich muss noch nachlesen, aber es passte einfach alles gut zusammen und ähnlich wie an diesem Abend wollte ich einfach Eindrücke zulassen, ohne zuviel Gedanken und Worte. 

Mittendrin dann ein Café mit im Eintritt enthaltenden (oder mit einer zusätzlichen Spende honorierten) Speisen, einfach und passend: Stuten mit Rosinen oder Mandeln, Butter, Pflaumenmus (manche denken auch, es wäre Apfelkraut, wer weiß :), Graubrot und Schmalz, Pellkartoffeln und Quark, Äpfel, Kräuter und Salat. Ebenso wie die Kunst fand ich auch dieses Angebot perfekt – es war einfach, es passte zu der Umgebung, es machte satt und glücklich. 

Noch zur Kunst: Seit meinem Studium und diversen Exkursionen mit meiner Kunstgeschichtedozentin stelle ich mir in jedem Museum die Frage, die sie uns damals, ich glaube zum erstem Mal bei einer Ausstellung von Paul Klee, mit auf den Weg gegeben hat – Welches Werk würdest du klauen? :) Bei Paul Klee war es der Rosengarten, gestern war es der Elefant (was auch sonst). 

Danke, Ka und Ni, für diesen wunderwunderschönen Tag!

 

Ach übrigens, Yoga habe ich irgendwie auch gemacht. Ich habe tief durchgeatmet, bewusst den Augenblick genossen und manchmal auch Stille gefunden :)

Es gibt so Abende ...

... die sind einfach wunderschön. Es stimmt alles. Die Menschen, die Umgebung, das Essen, der Wein, die Musik. Solche Abende muss man aufnehmen, ganz und gar, da ist kein Platz für Fotos, das Auge muss ungefiltert Eindrücke sammeln. So kann ich nichts zeigen, nur erzählen ...

Ego, Me & You, eigentlich seit dem ersten Ton zu meinen Favoriten zählend, spielten letzten Sonntag im Le Chat Noir, dem Bristo, in dem ich die Band vor einem Jahr zum ersten Mal gehört habe. Seitdem ist dank crowdfounding ihre CD erschienen und es war ein Fest, die Songs nochmal live zu hören, statt überrascht wie beim ersten Mal nun geliebt und mitsingend. 

Ich finde nach wie vor, dass diese Band etwas eigenes geschaffen hat, eine Art der heiteren Melancholie, wunderbar harmonierende Klänge in Instrument und Stimme – immer wieder empfehlenswert und hoffentlich mit Fortsetzung!

Darüberhinaus möchte ich aber hier auch gerne Reklame machen – für dieses wunderbare Lokal, Bistro, Weinstube, wie man es nennen mag – Le Chat Noir!

Der Besitzer führt es mit Liebe, das spürt man in der schlichten und so gemütlichen Einrichtung, im Kulinarischen und besonders in der Auswahl der Weine ... es ist köstlich, es ist liebevoll, es war ein perfekter Abend!

Dankbarkeit, diesen Abend in meine Erinnerungen aufnehmen zu dürfen. 

07 – RÄUM AUF

Ordnung um dich herum schafft auch Ordnung in deinem Kopf. Gönn deinem Geist ein aufgeräumtes Umfeld, die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, und das positive Gefühl, etwas (weg)geschafft zu haben. Nimm dir nicht zuviel vor, nur eine Sache, und dann, belohn dich für das Ergebnis :)

Ich brauche Ordnung und Struktur, Listen und Pläne, Aufgaben und Ziele. Nur so kann ich kreativ sein, gezieltes Chaos zulassen – und wieder aufräumen. Und doch bleibt auch bei mir so einiges liegen, ist manche Ordnung nur oberflächlich, stapeln sich unerledigte Dinge – wie zB Urlaubsfotos ... Ich führe fortlaufend Fotoalben seit der Geburt des ersten Kindes – was vielleicht erstmal für meine Ordnung spricht – doch immer stapeln sich die Bilder digital, bis ich endlich wieder Zeit finde, zu sichten, sortieren, auswählen, bearbeiten, ausbelichten (lassen), einkleben ... Jetzt in den Herbstferien muss es sein. Fest vorgenommen, meine Aufgabe zu diesem Thema!

Meine Belohnung: einen Nachmittag gemütlich Alben gucken mit der Familie ... von Anfang bis Jetzt!

Nachtrag zum Aufgabenheft

Foto sortieren hat begonnen, ist aber noch nicht beendet ... dafür Schrank entmistet, Kleidung aussortiert, und mental schon mit der Buchhaltung begonnen ... immerhin.

Es wird Herbst!

Der September war wirklich schön und so wie es scheint, kommen auch noch ein paar Sonnentage, doch die Kälte wird spürbar und mir ist so langsam nach warmer Wolldecke und Kaminfeuer. Doch noch sträube ich mich gegen die Heizung und so musste gerade zumindest die warme Strickjacke und ein wärmendes Getränk her. Am besten gleich eins, dass auch gegen um mich herumschwirrende Erkältungsbazillen wirkt! Also habe ich alles zusammengemixt, was mir schmeckt und Wirkung hat: Kurkuma, Ingwer, Zimt ... Es schmeckt leicht bitter-scharf (was ich sehr mag und durch den Honig aufgefangen wird) und wärmt bis in die Zehenspitzen! Wer es ausprobieren mag, hier das Rezept:

PS Ich habe noch eine Prise Muskat dazugetan. Muss man aber nicht. Ich könnte mir auch noch etwas Zitrone im Tee vorstellen ... oder Vanille ... vielleicht probierst du deine eigene Mischung mit deinen Lieblingszutaten :) Kurkuma und Ingwer als Basis sind jedenfalls nicht verkehrt, beide entzündungshemmend und Abwehr stärkend!

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Immer wieder zufällig gehört, endlich gekauft, nun im Auto und den ganzen Tag ... und zum Yoga, yeah!

06 – SCHENK EIN LÄCHELN

Das ist nicht so einfach, wie es klingt. Lächeln geht, klar. Aber ehrlich? Jemanden anlächeln, der dich grimmig anschaut? Oder jemanden, für den du gerade kein Verständnis hast? Der vielleicht anders ist und nicht in dein Schema passt? Lächeln, auch wenn du gerade wenig Zeit hast? – Ja! Diese Woche wäre es einen Versuch wert, die Sonne aufgehen zu lassen ...

Eigentlich werde ich nicht gerne fotografiert und schon gar nicht präsentier ich das Foto dann gerne öffentlich – aber diese beiden Bilder sind ganz OK. 10 Jahre liegen dazwischen – das erste war für smakdesign, das zweite für hejyoga. Meine beiden Ichs lächeln einander zu :)

Lächeln kann sovieles bewirken und verändern. Ich probiere es oft auf dem Schulweg oder biem Joggen, in dem ich jeden, der mir entgegenkommt, grüße und anlächel. Es funktioniert eigentlich immer. Zuerst schauen die Leute ernst bis grimmig, dann oft etwas überrascht und dann geht tatsächlich die Sonne auf. Wenn wir uns dann beim nächsten Mal wieder begegnen, ist das Lächeln viel schneller da und manche trauen sich sogar, von sich aus anzufangen! Wird die Welt so nicht ein bisschen schöner?!

Manchmal fällt es mir dennoch schwer. Wenn ich jemanden nicht mag, aufgrund seines Verhaltens oder auch, ja, ich muss ehrlich sein, seines Äußeren. Diese unsichtbare Mauer mit einem Lächeln zu durchbrechen, das wäre ein Ziel für mich bei dieser Aufgabe.

Ein ehrliches Lächeln erfordert viel Mitgefühl und Empathie ...