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Immer wieder zufällig gehört, endlich gekauft, nun im Auto und den ganzen Tag ... und zum Yoga, yeah!

06 – SCHENK EIN LÄCHELN

Das ist nicht so einfach, wie es klingt. Lächeln geht, klar. Aber ehrlich? Jemanden anlächeln, der dich grimmig anschaut? Oder jemanden, für den du gerade kein Verständnis hast? Der vielleicht anders ist und nicht in dein Schema passt? Lächeln, auch wenn du gerade wenig Zeit hast? – Ja! Diese Woche wäre es einen Versuch wert, die Sonne aufgehen zu lassen ...

Eigentlich werde ich nicht gerne fotografiert und schon gar nicht präsentier ich das Foto dann gerne öffentlich – aber diese beiden Bilder sind ganz OK. 10 Jahre liegen dazwischen – das erste war für smakdesign, das zweite für hejyoga. Meine beiden Ichs lächeln einander zu :)

Lächeln kann sovieles bewirken und verändern. Ich probiere es oft auf dem Schulweg oder biem Joggen, in dem ich jeden, der mir entgegenkommt, grüße und anlächel. Es funktioniert eigentlich immer. Zuerst schauen die Leute ernst bis grimmig, dann oft etwas überrascht und dann geht tatsächlich die Sonne auf. Wenn wir uns dann beim nächsten Mal wieder begegnen, ist das Lächeln viel schneller da und manche trauen sich sogar, von sich aus anzufangen! Wird die Welt so nicht ein bisschen schöner?!

Manchmal fällt es mir dennoch schwer. Wenn ich jemanden nicht mag, aufgrund seines Verhaltens oder auch, ja, ich muss ehrlich sein, seines Äußeren. Diese unsichtbare Mauer mit einem Lächeln zu durchbrechen, das wäre ein Ziel für mich bei dieser Aufgabe.

Ein ehrliches Lächeln erfordert viel Mitgefühl und Empathie ...

Taschenprojekt 2

Etwas mit mehr Tiefe und Praktikabilität, für den Alltag und immer, Ablösung von dieser sehr geliebten Version, die nun doch schon einige Verschleißspuren aufweist, in Lieblingsdunkelblau mit roten Kullern. Wenn die Maschine einmal läuft ...

05 – MACH WAS

Ok, manchmal brauchst du Ruhe für deine Gedanken ... aber wenn du zu sehr ins Grübeln verfällst, dann wird es Zeit zu handeln, kreativ und produktiv – schenk dir dieses wunderbare Gefühl, etwas zu (er)schaffen, Erfahrung zu sammeln, da zu sein, gebraucht zu werden ... und vielleicht am Ende auch noch etwas zu verschenken :)

Wenn aus trüben Gedanken schöne Dinge werden ... Manchmal muss man sich die Aufgaben passend (oder konträr) zur Stimmung suchen. Das wunderbare Gefühl, etwas zu machen ... von der Gedankenliste zu streichen ... Stolz. Glück. Lächeln.

Und dazu Freunde. Und ein Lied. Wolken – passend zur himmelblauen Tasche.

Müsliriegel

Immer gut selbstgemacht, für unterwegs, als halbwegs gesunder Snack, fürs Kind, für mich, fürs Seelentief, für die Nussliebe :) Das Rezept irgendwann ausprobiert und inzwischen wie sovieles nur noch aus der lameng, daher war es nicht so einfach, es aufzuschreiben, aber ich würde sowieso die Selbsttüftelei empfehlen – am Ende wird es dein perfekter Müsliriegel :)

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Komm mit mir mit, wir gehen
Irgendwo hin und dann
Schauen wir hoch und sehen
Uns die Wolken an

Ich nehme dich bei der Hand
Und ziehe dich hinter mir her
Ich frage mich, warum fällt es so schwer
Ich glaube, du willst nicht mehr

Ist dein Wesen 
Für alle so schwer zu lesen 
Wenn ich's nicht verstehen kann 
Wie fühlt sich's für dich denn an 

Und wenn du dann gehst
Schau ich dir nach
Schau wie das Ende verdreht
Was der Anfang versprach 

Das Wetter wird wieder
Wolkig bis heiter
Die Wolken ziehen weiter

Ni, die Wolken ziehen Dauerschleifen durch meinen Kopf, wunderschön, rosarot. Danke, dass du da bist. Immerimmer.

wieder soweit

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Warum kann man das Denken nicht abschalten? Gut, strenggenommen wäre das sogar das Ziel des Yoga. Vielleicht ist abschalten da zwar das falsche Worte, aber so ungefähr.

Manchmal will es jedenfalls nicht klappen mit dem Lächeln auch an Tag vier ... dann ist es wieder soweit und die Gedanken, die gestern noch so leicht dahingeflogen sind, werden schwere Regenwolken. 

Leben im Hier und Jetzt, das ist eine gute Idee, ein Ziel, ein Plan, den man aber leider nicht immer so einhalten kann. War der Mensch schon immer so? Oder hat er früher nur an das nächste Essen gedacht, nicht an das überüberüberüberübernächste ... 

Rückblickend war doch immer alles gut, dennoch so wenig Vertrauen manchmal in die Vorschau. Das Gefühl, jetzt Entscheidungen treffen zu müssen, sonst ist es zu spät. Ideale anstreben, die doch niemand erreicht. Fast froh, wenn auch andere scheitern, als Beweis, dass man es selbst nicht schaffen muss. 

Das Leben ist schön, aber nicht nur. Ich will keine rosarote Brille, wenn die Gedanken dahinter dunkel sind. Ich möchte, das mein Innerstes so sehr leuchtet, dass der Regen gar nicht erst durchkommen kann. Aber es sieht leider nicht nach permanenter Schönwetterfront aus. Es bleibt heiter bis wolkig. Immerhin. Könnte ja auch immer Unwetter sein!

Yogameister

Eine neue Runde Kinderyoga. Als erstes geht es auf die Reise – nach Indien. Wir fliegen, fahren mit dem Zug, laufen, rudern, fahren Rad ... bis wir im Dschungel angekommen sind. Ganesha nimmt uns mit, schreibt Briefe von seinen Erfahrungen. Mit ihm lernen wir die Tiere des indischen Dschungels kennen, üben unsere ersten Tier-Asanas. Ich habe dazu passend ein paar Karten gestaltet – wenn wir ein paar Stunden geübt haben, bekommt jedes Kind eine davon, darf nach vorne auf meinen Platz kommen und diese Asana anleiten. So ist jeder mal Yogameister :) Und dann – wurde ein Spiel daraus ...

Es werden drei Punkte im Raum festgelegt – der Dschungel, der Berg, das Tal. Ein Kind ist Yogameister und sitzt am Rand. Alle anderen sind in der Mitte des Raumes. Wenn der Yogameister "Dschungel" ruft, rennen alle Kinder zu diesem Punkt und machen den Baum. Ebenso beim Berg und beim Tal. Der Yogameister kann aber auch Tiere rufen, dann werfen sich zum Beispiel alle auf den Boden und werden zur Kobra. Oder Heuschrecke. Oder ... Macht ein Kind ein anderes Tier oder ist zu spät dran, wird es zum Tiger und setzt sich zum Yogameister an den Rand. Dann kann der Yogameister auch rufen "Die Tiger sind los!" und die Tiger stürzen sich auf die Kinder (Oh ja, es ist ein gefährliches Spiel! Die Kinder lieben es!) – diese können sich aber schützen, in dem sie schnell zur Schildkröte werden und den Kopf einziehen. 

Ich habe mir das Spiel vor einigen Jahren als Adaption eines anderen Spieles ausgedacht und es wird nicht langweilig – jede neue Kinderyoga-Generation spielt gerne Yogameister und wir erweitern das Spiel immer um neue Asanas, zum Beispiel die Krieger, wenn diese gerade dran sind. Yoga spielerisch und dynamisch :)

04 - TRÄUM DICH FORT ...

Im Traum ist alles möglich! Warum nicht auf Gedankenreise gehen? Wer wolltest du schon immer sein? Wo möchtest du hin? Du kannst alles erleben – und vielleicht auch etwas davon mitnehmen in deine Wirklichkeit ...

"Aber du weisst doch, du brauchst nur einen wunderbaren Gedanken ... nur ein Gedanke!"

"Bitte schenk mir einen, Glöckchen! Ich finde keinen."

"Kennst du den Ort zwischen Schlafen und Wachen, da, wo deine Träume noch bei dir sind ..."

(Peter Pan)

Wenn ich mich abends ins Bett lege und nicht sofort einschlafen kann, bin ich fast froh, denn ich empfinde diesen Moment "zwischen Schlafen und Wachen" als etwas Besonderes. Zeit für mich, aber nicht für schwere Gedanken, sondern für andere Geschichten. Ich werde Teil eines Buches, mache Weltreisen, in andere Zeiten, Abenteuer ...

Eine schöne Aufgabe für mich – jeden Abend ...

03 - UMARME JEMANDEN

Jeder sehnt sich im Herzen nach Umarmung und Berührung – schenk jemandem diese Liebe. Vielleicht ist es auch jemand, den du sonst selten oder nie umarmst. Trau dich!

Diese Aufgabe fand ich nicht leicht – ich dachte, es wäre einfach für mich, jemanden zu umarmen – und es scheiterte auch nicht an Schüchternheit – doch ich merkte, mein Gegenüber muss auch bereit sein, eine Umarmung anzunehmen!

Zeitpunkt, Umgebung, Grund – darüber machte ich mir mehr und mehr Gedanken. Ich wollte niemanden in eine unangenehme Situation bringen!

So machte ich es mir mit der Aufgabe letztendlich einfach (zumindest in der Durchführung), denn dieser Tag fiel auf den Geburtstag meiner Oma – doch die Gedanken dazu sind nicht einfach gewesen und bleiben in meinem Kopf – vielleicht, um nun wachsamer durch den Tag zu gehen, immer für eine Umarmung bereit :)

02 - SCHENK DIR BLUMEN

Du darfst an dich denken, dich lieben, dir Gutes tun. Kauf oder pflück dir Blumen, stell sie in eine schöne Vase, an einen hellen Ort ... Duften sie? Welche Farben entdeckst du? Erfreu dich daran, jedne Tag ...

Häufig pflücke ich mir eine Blume, einen Zweig aus dem Garten, manchmal kaufe ich mir welche – diese waren für einen anderen Zweck bestimmt, blieben danach aber bei mir und haben mein Herz tatsächlich jeden Tag erfreut!

Ich mag diese Vielfalt, die Natürlichkeit, soviel Farbe, Licht und Liebe!

Wer auch immer sich diese Welt erdacht haben mag, ist unglaublich kreativ und detailverliebt :)

"Gott ist Dekorateur!" (Zitat aus "Whatever works") – zum Glück!

Schultern, Nacken, Rücken

In den aktuellen Stunden geht es nach der langen Sommerpause erstmal ums ankommen, wieder in sich hineinspüren, die Muskeln sanft dehnen und kräftigen ... dabei haben viele Probleme im Bereich der Schultern, des Nackens und entlang des Rückens. Zumindest für den oberen Teil ist diese kleine Sequenz eine erste Hilfe, häufig geübt können Schmerzen auch dauerhaft verschwinden. Gelernt habe ich diese Abfolge bei Richard Hackenberg auf der Yoga Conference in Köln 2015:

1
Setz dich aufrecht hin, im Fersensitz oder auf einen Stuhl. Heb dein Brustbein. Mach alle Bewegungen langsam und vorsichtig. Geh sanft in die Dehnung, niemals ruckartig oder mit Schmerzen. Atme die ganze Zeit ruhig und gleichmäßig.
E = Einatmung, A = Ausatmung

© Katrin Gamerschlag

2
E Hände verschränken, Handflächen nach außen drehen, gestreckte Arme nach oben heben ...
A Kopf nach vorne dehnen
E halten
A mehr sinken, sanft loslassen
E Kopf vorsichtig nach hinten dehnen
A Kopf gerade
E halten
A Arme nach rechts ziehen, Brustkorb seitl. dehnen
E zurück zur Mitte
A Arme nach links ziehen, Brustkorb seitl. dehnen
E zurück zur Mitte
A Arme gestreckt absenken, Hände lösen  

3
E Arme gebeugt zur Seite (Kaktusarme)
A Adlerarme = rechten Arm unter linken, Unterarme umeinander schlingen, Handflächen zueinander
E Ellbogen heben
A Schulterblätter senken und auseinanderziehen
E Ellbogen mehr nach vorne ziehen
A Kopf nach vorne gegen Arme lehnen
... einige Atemzüge halten ...
E auflösen, Arme zur Seite (Kaktusarme)
A absenken
< andere Seite 

4
E linken Arm gebeugt von unten an den Rücken legen
A rechten Arm gebeugt von oben an den Rücken legen Hände greifen (alternativ Gurt dazwischen)
... einige Atemzüge halten ...
E langsam lösen A absenken
< andere Seite 

5
E Arme gestreckt über Seite nach oben nehmen
A wieder absenken, hinter dem Rücken verschränken
E Schulterblätter zusammenziehen, Arme strecken Handflächen als erstes zusammenbringen, dann die Hände weiter vom Rücken wegziehen, keine Rückbeuge im Lendenwirbelbereich!
... einige Atemzüge halten ...
E langsam lösen
A absenken 

Einige Atemzüge nachspüren ...

Yogaaltar für Kinder

Da meine Kinderkurse im Ganztag einer Grundschule stattfinden und eineinhalb Stunden dauern, versuche ich, auch immer etwas passendes zum Basteln oder Malen mit in die Stunden einzubinden. So entstand nach und nach die Idee, mit den Kindern einen persönlichen kleinen Yogaaltar zu gestalten. Wir haben immer einen vorne bei mir stehen, wo ich Ganesha aufstelle und einen Elefanten zum Spielen, außerdem meistens eine Karte des Mudras, welches gerade dran ist, oder auch ein Bild von Shiva, je nach Inhalt der Stunde.

Im letzten Kurs habe ich mit den Kindern runde "Mandalas" gewebt, darauf haben wir eine kleine bemalte Holzscheibe gelegt, für ein Teelicht, und in der letzten Stunde haben wir kleine Stöcker gesucht, unsere Wünsche auf einen Zettel geschrieben und mit bunter Wolle umwickelt – mit sovielen Farben wie Wünschen (wer nur einen großen Wunsch hat, hat nur eine Farbe genommen :)

Es hat uns allen viel Spaß gemacht und ich werde diese Ideen in den neuen Kursen wieder aufgreifen! Ich freu mich schon!!

01 - KOMM AN

Geh an deinen Lieblingsplatz. Schau dir den Raum um dich herum an ... Was siehst du, was liebst du? Bleib ein wenig hier, genieß das Gefühl des Zuhause-Seins, die Ruhe der Geborgenheit ...

Wo genau ist mein Lieblingsplatz? Vielleicht am Küchentisch – ich mag die alten Stühle ... das glatte Holz des Tisches, die Rillen und Astlöcher ... ich blicke in den Garten, die Küche, auf meine Lieben ... immer steht etwas Schönes auf dem Tisch – Blumen, Schalen, Muscheln, Steine, Kerzen ...

Dieser Ort ist ein Ausgangspunkt, mein Start in den Tag, meine Kaffeepause, zum Planen, zum Lesen, zum Essen, Trinken, Lachen, Reden, zusammen sein, allein nachdenken ...

Sovieles. Zuhause.

Listen, Aufgaben, Tagebücher

Meine Liebe zu Listen ist hier ja schon das ein oder andere Mal Thema gewesen und diese setzt sich in einer Leidenschaft für Notizbücher, kleine Kladden, Sammelmappen etc fort.

Zum Neubeginn des Yogakurses nach der langen Sommerpause habe ich mir in den letzten zwei Jahren gerne etwas überlegt, ein kleines Geschenk für meine Yogaschüler, etwas, dass sie vielleicht einige Zeit begleitet. So gab es selbstgemachte Malaketten als Armband, mit denen wir dann auch eine zeitlang meditiert haben, oder die Ganeshabox, einen kleine Reisealtar in der Streichholzschachtel sozusagen, in dem man dann auch die kleinen Zettel, die es in jeder Stunde gibt, hineinpacken konnte. Allerdings dürfte dieser, sofern genutzt, langsam überquellen ... 

Vor einiger Zeit gab es auch schon mal kleine Aufgaben – für einen Tag habe ich diese Kategorie genannt. Es ging darum, dem Alltag mehr Aufmerksamkeit zu schenken, mehr im Moment zu leben und sich für eine Sache nur kurz aber bewusst Zeit nehmen. Einen Tag lang kann man so sein, wie man es sonst vielleicht nicht immer schafft. Einen Tag lang, oder je nach Aufgabe vielleicht auch nur eine Minute, kann man vieles ausprobieren und einfach mal machen.

Diese Idee habe ich immer wieder im Kopf, nicht zuletzt für mich selbst. Ich schreibe für so vieles Listen, den Einkauf, das Putzen, den Urlaub, Feste, Bürokram, ... aber nicht wirklich für mich selbst. Listen, die mich daran erinnern, innezuhalten. Zu atmen. Zu lächeln. Zu lieben. 

Darum gibt es diesmal für alle ein leeres Notizheft. Und Aufgaben, jede Woche, wenn man mag, zum Einkleben. Vielleicht hat nicht jeder Lust, mitzumachen (ich denke sowieso das ein oder andere Mal, die halten mich langsam für ein wenig verrückt mit all dem Kram über Liebe, Frieden und ich weiß nicht was – zumal ich ja selbst auch erstmal daran arbeiten muss, von der Erleuchtung bin ich ziemlich weit weg ...) – vielleicht schafft man es auch nicht jede Woche oder findet eine Aufgabe halt blöd. Es ist wie immer nur eine Anregung. 

Heute geht es los, also hab ich schon mal angefangen ... mit gutem Beispiel voran :)

immer wieder NEUSTART

Die Sommerferien sind vorbei, das gewohnte Leben plätschert langsam wieder herein, und damit auch die Gedanken, hier wieder weiterzumachen. Von mir und anderen kenne ich diesen Moment, wo man sich die Frage stellt "Weiter? Oder nicht." Egal, ob es um irgendein soziales Netzwerk geht oder eben um einen Blog – man schreibt nicht in die Öffentlichkeit, wenn man nicht gehört werden möchte. Gut, für mich als Grafiker ist es auch eine ganz schöne Plattform, um meinen Worten einen Rahmen zu geben. Aber generell wünscht man sich wohl auch Leser, ein Gegenüber, ein Gespräch, auch wenn es eigentlich ein Monolog ist. Bei meinem letzten Blog wusste ich, die Zeit ist vorbei – der Grund, warum ich schrieb, war nicht mehr vorhanden.

Bei hejyoga ist das nicht so, es gibt noch sovieles ... nicht immer kann ich das alles so schnell in Worte fassen, bebildern, strukturieren ... aber es kommt, irgendwann. 

Und ist nicht sovieles immer wieder ein Neustart? Ein Prozess, ein Weitermachen, ein Verändern ...?

In den Ferien hatte ich auch Zeit nochmal ein wenig rechts und links zu schauen, was andere Yogis so schreiben und musste feststellen, dass ich es zwar großartig finde (zumindest zum Teil), es mich auch interessiert und alles, ich aber definitiv nicht so bin. Ich kann keine Kosmetik testen, weil es bei mir selten über Wimperntusche hinausgeht. Auch Yogakleidung, hm, die besteht bei mir aus bequemer Hose und einfachem TShirt. Klar, manchmal hätte ich da auch gerne was anderes und gönne mir vielleicht mal ein Teil, aber der Hype um Hosen und Matten und all den Kram geht irgendwie an mir vorbei. Wenn möglich, entscheide ich mich gerne für etwas, was ich wirklich gut finde und was dann lange bei mir bleiben darf ... 

Aber, es bleibt sicher kulinarisch! Ich koche und backe immer gerne und es wird daher auch weiter ein paar Rezepte geben. Und es wird auch sicher mal was gebastelt oder irgendwie mit Papier gemacht – so auch jetzt zum Restart. Vor allem aber gibt es weiter ein paar Gedanken. Nimm sie, lies sie, denk sie durch oder lass sie liegen, egal. Ich habe das Gefühl, sie müssen noch raus – ob du bleibst und zuhörst oder mich stehen und reden lässt, bleibt dir überlassen :) 

Diese Gedanken sind ja doch auch immer verknüpft mit meinen Stunden und auch diese haben weiter Platz hier. Yoga Woman goes on. 

Anerkennung

Ich denke manchmal darüber nach, warum einige Menschen so unglücklich sind, zu Depressionen neigen, unzufrieden mit ihrem Leben nach Auswegen suchen und nicht immer finden. Dabei begegnet mir als gemeinsamer Nenner häufig das Thema Anerkennung. Einige bekommen anscheinend nicht viel davon ...

Es gibt Jobs – und Charaktere – die diese Aufmerksamkeit wiederum geradezu anziehen. Kreativität zum Beispiel. Und das fördert wiederum eine positive, optimistische Sichtweise. Man sollte es aber zum einen nicht selbstverständlich nehmen und vor allem auch an die anderen denken.

Manchmal findet man etwas toll und sagt es nicht. Oder merkt nicht, dass der andere einfach mal ein Lob braucht, einen kleinen Applaus, ein "du bist großartig und wunderbar". 

Ein Mangel an Anerkennung führt schnell zu Selbstzweifeln, wenig Selbstbewusstein, zu Traurigkeit und ja, vielleicht am Ende auch zu Depressionen. Dann ist es schwierig, da wieder herauszukommen, Anerkennung überhaupt wahrzunehmen, anzunehmen, an sich zu glauben. 

Darum lass es nicht soweit kommen. Sei stolz auf dich, egal, welchen Job du hast, wie du dein Leben gestaltest, etwas an dir ist einzigartig und schön! Und wenn es dir gut geht, dann schenk anderen etwas davon – ein Blümchen für alle, die es gerade brauchen :-*

Sturm

Die Ereignisse der Welt scheinen sich so oft zu überschlagen und ich fühle mich ein wenig wie auf diesem Bild des englischen Malers Joseph Mallord William Turner – wie ein Boot, das in den Wellen hin- und hergeworfen wird, nicht sicher, ob am Ende der Untergang oder ein ruhiger Hafen wartet. Die Flüchtlingskrise, verbunden mit der daraus hervorgegangenen (oder besser: zum Vorschein gekommenen) rechten Gewalt, die Anschläge, der Brexit. Sturm irgendwie. Und man wünscht sich einen, der den Weg aus diesem Unwetter heraus kennt. Aber die Geschichte zeigt zu oft, dass es keinen Weg gibt – das Chaos regiert zu allen Zeiten immer mit.

Turner | Snow Storm - Steam-Boat off a Harbour’s Mouth Date | 1842

Und wie immer bin ich auch innerlich hin- und hergerissen, zwischen Informationsflut und -wunsch auf der einen Seite, und dem Drang, die Tür zu schließen, mich auf die Verandatreppe zu setzen und einfach die Blumen anzuschauen auf der anderen. Weggucken ist sicher der falsche Weg – sich durch die ganzen Geschehnisse und Medien verrückt machen zu lassen aber auch.

Ich überlege, was Europa für mich bedeutet, welches ja in all diesen genannten Themen involviert ist, und denke an das, was mein persönlicher Hafen mir sagt: Frieden. Das gilt leider nicht für die ganze Welt, bei weitem nicht, aber hier in Deutschland haben wir, auch dank dieser Ländergemeinschaft, seit vielen Jahren Frieden.

In Zeiten, wo es uns wirklich schlecht geht, wo es existenziell wird, würden wir uns wohl wenig sehnlicher wünschen, als eben Frieden. Hier geht es uns aber nicht schlecht – wie Hagen Raether sagt, es wird nicht besser – und so regen wir uns auf, über EU-Gurken und Fremdartigkeit, über Nationalstolz und dessen Verletzung, über Identität und Freiheit (wovon die meisten von uns ziemlich viel haben), über Politiker und Nachbarn ... Die Liste ist endlos.

Vielleicht sollten wir mehr Listen der Dankbarkeit schreiben – um uns jetzt daran zu erinnern, was wir hier erleben dürfen, und nicht erst dann, wenn es vorbei ist ...

Melancholie

Die Band Ego, Me & You hatte ich durch Zufall entdeckt und hier bereits mehrfach vorgestellt. Nun ist endlich das Album fertig und war gestern frisch in meiner Post – und seitdem in meinem Ohr. 

Die Musik, die Melodien, ja, diese gewisse Melancholie trifft mich einfach jedes Mal aufs Neue. Ich mag den Klang, die Stimmen, die Atmosphäre ... eine sympathische Ruhe, eine gewisse Traurigkeit vielleicht sogar, aber nichts, was runterzieht, nur entspannt. 

Es lohnt sich, reinzuhören! Das ganze Album!