Gleichmut

Manchmal – oft – habe ich das Gefühl, ein Leben reicht einfach nicht aus für alles, was man machen möchte.

Die weniger erbaulichen Dinge stehen den schönen im Weg und damit meine ich nicht einmal Großes wie Job gegen Weltreise oder so. Vielmehr das Kleine, Alltägliche, dieses Pensum, was immerzu VOR einem zu liegen scheint und auf der anderen Seite der Stapel nicht zu Ende gebrachter feiner Sachen ... in meinem Kopf wächst eine niemals leere to-do-Liste.

Dann kreisen meine Gedanken, ich will Struktur und Ordnung und fertig werden, aber immer wartet da noch was, was zuerst erledigt werden muss – oder es kommen neue Ideen, die ich gerne ausprobieren, umsetzen möchte. Man bräuchte einen Murmeltiertag ... 

Oder ein wenig Gleichmutvairagya – ohne den Optimismus zu verlieren. Nicht so einfach. Akzeptieren, wie es ist, ohne zu Resignieren. Weitermachen und genießen, ohne vermeintlich Verlorenem hinterherzuweinen. Gleichmut heißt nicht Gleichgültigkeit. Gleichmut ist eine gewisse Leichtigkeit, das Leben anzunehmen und aus allem etwas Gutes zu machen. 

Vielleicht klappt das nicht auf Anhieb und nicht immer, aber es wäre ein Versuch, für einen Tag mit Gleichmut und Lächeln an die Dinge heranzugehen. 

In diesem Sinne geh ich mal gleichmütig Putzen :) Dazu gute Musik und im Kopf die Planung der nächsten Yogastunde – eine Leichtigkeit!